Brand in Pelletbunker

In einem Einfamilienhaus in Bergisch Gladbach kam es zu einem Schwelbrand im Bereich der Heizungsanlage. Die Feuerwehr lokalisierte die Ursache im Pelletbunker. Da der Einsatz von Wasser oder Schaum erhebliche Beschädigungen verursacht hätte, suchte man nach einer anderen Lösung.

Die Feuer- und Rettungsleitstelle des Rheinisch-Bergischen Kreises wurde am Samstag (04.03. 2017) um 06:57 Uhr per Notruf 112 durch den Eigentümer eines Einfamilienhauses in der Reuterstraße in Bergisch Gladbach (Stadtteil Hebborn) informiert, dass es im Bereich seiner Heizungsanlage zu einer Rauchentwicklung gekommen sei. Die Leitstelle entsandte aufgrund dieser Meldung umgehend die hauptamtlichen Kräfte der Feuer- und Rettungswache Nord an die Einsatzstelle.

Bei Eintreffen der Feuerwehr konnte ein Schwelbrand in einem Pelletbunker festgestellt werden. Der Kellerraum war zu dem Zeitpunkt leicht verqualmt. Die Einsatzkräfte sicherten die Einsatzstelle und bereiteten einen Löschangriff vor. Das Haus wurde mittels Messgeräten durch den zwischenzeitlich nachgeforderten Einsatzführungsdienst (B-Dienst) auf sich ausbreitende Atemgifte kontrolliert. Durch den Einsatz eines Rauchvorhanges im Keller konnte eine weitere Ausbreitung des Rauches vermieden werden. Die Bewohner konnten während des Einsatzes im Haus verbleiben.

Suche nach Saugwagen

Der Einsatz von Wasser oder Schaum hätte eine erhebliche Beschädigung des Pelletbunkers verursacht. Aus diesem Grunde versuchte die Feuerwehr an unterschiedlichen Stellen einen Saugwagen zur Entleerung des Pelletbunkers an die Einsatzstelle zu bekommen. Dies gelang letztendlich über den Lieferanten, der glücklicherweise telefonisch erreichbar war und gegen 10:30 Uhr an der Einsatzstelle eintraf.

Zur Sicherstellung des Brandschutzes im Stadtgebiet wurde gegen 8 Uhr der ehrenamtliche Löschzug Stadtmitte zur Besetzung der verwaisten Feuerwache Nord sowie ein zweiter ehrenamtlicher Einsatzführungsdienst (B-Dienst 2) in Dienst gestellt. Der diensthabende A-Dienst der Feuerwehr Bergisch Gladbach koordinierte den rückwärtigen Einsatz.

Die Saugarbeiten wurden unterstützt durch Einsatzkräfte des nachalarmierten ehrenamtlichen Löschzug Paffrath/Hand. Die Arbeiten im Keller erforderten Atemschutz, da die Rauchentwicklung im Verlauf des Einsatzes deutlich zunahm.

Die abgesaugten Pellets wurden durch den Saugwagen aufgenommen. Die Entsorgung erfolgte durch den Fachbetrieb. Für ein mögliches Ablöschen der Pellets stand die Feuerwehr in Bereitschaft. Dies war aber nicht erforderlich.

Der Einsatz war gegen 12:30 Uhr beendet. Die Feuerwehr war mit insgesamt 25 Einsatzkräften und 5 Fahrzeugen im Einsatz.

Eingesetzte Einheiten: LZ Paffrath/Hand, B-Dienst 1 (Einsatzführungsdienst), B-Dienst 2 (Einsatzführungsdienst), A-Dienst (Leitungsdienst), LZ Stadtmitte, Wache Nord
Personalstärke: 6 Hauptamtliche Kräfte, 19 Ehrenamtliche Kräfte

FW Bergisch Gladbach

Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

Brand eines Dreiseithofs in Burkau (Foto: KFV Bautzen)

Brand eines Dreiseithofs in Burkau (Foto: KFV Bautzen)

Beim Vollbrand eines Dreiseithofes im sächsischen Burkau versuchte der Einsatzleiter, umliegende Wehren nachzualarmieren. Doch auch diese konnten nicht voll besetzt anrücken.
HLF der Hamburger Feuerwehr auf einer Einsatzfahrt (Foto: M. Krause)

HLF der Hamburger Feuerwehr auf einer Einsatzfahrt (Foto: M. Krause)

In Hamburg-Veddel kam es zu einem Betriebsunfall auf dem Gelände einer Schädlingsbekämpfungsfirma.

In der FEUERWEHR lesen Sie:

Rettungswagen der WF LEAG: Über Stock und Stein
Innovativ: Neue Feuerwehrhäuser
Nach Unwetter: Zugentgleisung im Zeitzgrund
Fahrzeuglackierungen: In Gedenken an den 11. September
Einsatz unter Tage: Die Grubenwehr in Tirol – ein Porträt

Neuen Kommentar schreiben