Brand auf Tankmotorschiff

Unter dem Einsatzstichwort FEU SCHIFF entsendete die Leitstelle der Feuerwehr Köln umgehend Einsatzmittel zur Einsatzstelle Höhe Rheinkilometer 690. Insgesamt machten sich 47 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen zu Wasser und zu Land auf den Weg.

Am Montagmorgen (12.6. 2017) wurde die Feuerwehr Köln um 07:28 Uhr durch die Leitstelle der Wasserschutzpolizei in Duisburg über einen Brand im Maschinenraum eines Tankmotorschiffes auf dem Rheinstrom in Höhe der Zoobrücke in Kenntnis gesetzt. Der Notruf wurde über Rheinfunk durch das betroffene Tankmotorschiff „FINT“, welches unter niederländischer Flagge fährt, abgesetzt und erreichte auf diesem Meldeweg bestimmungsgemäß die Leitstelle der Wasserschutzpolizei.

Die Leitstelle der Feuerwehr Köln entsendete umgehend Einsatzmittel gemäß dem Einsatzstichwort „FEU SCHIFF“ zur Einsatzstelle Höhe Rheinkilometer 690. Insgesamt machten sich 47 Einsatzkräfte mit 17 Fahrzeugen zu Wasser und zu Land auf den Weg zur Einsatzstelle.

Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt unklaren Lage des Schiffes im Rheinstrom, wurden landseitige Einsatzkräfte zunächst an beide Rheinseiten entsendet. Letztendlich lag das Schiff linksrheinisch in circa 50 Metern Entfernung zum Ufer vor Anker.

Brennendes Dämmmaterial

Vor Ort bestätigte sich das Meldebild, jedoch handelte es sich um einen Brand kleineren Ausmaßes. Im Maschinenraum war Dämmmaterial in Brand geraten. Die Besatzung des Schiffes unternahm noch vor Eintreffen der Feuerwehr eigene Löschversuche, welche sich als wirkungsvoll erwiesen, sodass sich die Maßnahmen der Feuerwehr auf Nachlösch- sowie Entrauchungsarbeiten beschränkte. Beladen war das Tankmotorschiff mit 2.190 Tonnen Dieselkraftstoff. Ein Übergreifen des Brandes auf den Laderaum war zu keinem Zeitpunkt zu befürchten.

Das Löschboot „Hydra“ der Feuerwehr Köln machte am vor Anker liegenden, nicht fahrbereiten Tankmotorschiff fest und sicherte dieses. Einsatzkräfte des Löschbootes verschafften sich dann ausgerüstet mit schwerem Atemschutz Zugang zum Maschinenraum. Unter Verwendung einer Wärmebildkamera wurde brennendes Dämmmaterial entfernt und an Deck gebracht, wo es im sicheren Bereich gelöscht wurde.

Keine Verletzten

Nach Abschluss der Brandbekämpfungsmaßnahmen wurde der Maschinenraum belüftet. Abschließende Messungen auf Brandgase verliefen ohne Nachweis auf diese und das Schiff konnte bereits gegen 09:00 Uhr an die Wasserschutzpolizei übergeben werden. Von den insgesamt zehn an Bord befindlichen Besatzungsmitgliedern wurde niemand verletzt.

Das Rettungsboot „Ursula“ der Feuerwehr Köln sicherte die Einsatzstelle wasserseitig im Rahmen des Eigenschutzes und transportierte fortwährend weitere Einsatzkräfte vom Ufer zum Schiff.

Ein weiteres Löschboot der Feuerwehr Bonn wurde frühzeitig zur Unterstützung angefordert und erreichte noch während der Einsatzmaßnahmen die Domstadt. Es verblieb in Bereitschaft an einem Steiger unterhalb der Zoobrücke. Ein Einsatz wurde nicht notwendig.

Im Einsatz

Die Feuerwehr Köln war mit Einsatzkräften der Feuerlöschbootstation im Deutzer Hafen sowie weiteren Einsatzkräften der Feuer- und Rettungswachen Altstadt-Süd, Deutz, Mülheim, Weidenpesch und Marienburg vor Ort. Die Einsatzleitung wurde vom Führungsdienst der Branddirektion aus Weidenpesch wahrgenommen.

FW Köln

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