Brennende Lagerhalle erfordert Großeinsatz

Der Brand einer Lagerhalle im hochsauerländischen Wiebelsheide hat zu einem Großeinsatz der Feuerwehr geführt: Rund 140 Kräfte waren im Einsatz, um ein Übergreifen der Flammen auf weitere Teile des Gewerbegebiets zu verhindern. Dabei wurden drei Feuerwehrleute verletzt. Zudem wurden Einsatzfahrzeuge des DRK in Mitleidenschaft gezogen.

Am vergangenen Freitagnachmittag (24.2. 2017) gegen 17:30 Uhr wurden zunächst die beiden Hauptwachen aus Neheim und Arnsberg (Hochsauerlandkreis, NRW) sowie der Basislöschzüge (BLZ) 1 und 4 und der Rettungsdienst zu einem Brand in die Wiebelsheide gerufen. Schon auf der Anfahrt konnten die Einsatzkräfte eine starke Rauchentwicklung erkennen und ließen sofort weitere Einheiten über die Kreisleitstelle in Meschede alarmieren.

Zusätzlich wurden dann noch Einheiten aus den Basislöschzügen (BLZ) 5 und 6 sowie der Fernmeldedienst und weitere Rettungsfahrzeuge zum Einsatzort beordert. Sofort nach Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bauten diese eine Wasserversorgung aus dem Hydrantennetz auf und mehrere Trupps unter Atemschutz verschafften sich Zutritt zu dem vorderen Bereich der insgesamt 300 Quadratmeter großen Lagerhalle.

1000 m Schlauchleitung gelegt

Gleichzeitig wurden auch beide Drehleitern in Stellung gebracht, um das Feuer von oben zu löschen. Da man befürchtete, dass die Wasserentnahme aus dem öffentlichen Netz nicht ausreichen könnte, wurde zusätzlich noch eine ca. 1000 Meter. lange Schlauchleitung zu einem Löschteich gelegt. Diese musste dann aber während des Einsatzes nicht mehr genutzt werden.

Während des gesamten Löscheinsatzes wurde der Bereich im Gewerbegebiet großzügig von der Polizei abgesperrt. Zeitgleich zu dem Löscheinsatz wurden auch an verschiedenen Stellen Messungen bzgl. des Brandrauches durchgeführt, die Ergebnisse lagen aber alle im normalen Bereich, so dass keine Gefährdung der Bevölkerung bestanden hat. Während des Einsatzes wurden drei Feuerwehrkräfte leicht verletzt und vom Rettungsdienst vor Ort versorgt. Nach der Erstversorgung wurde ein Feuerwehrmann von den Kräften des Malteser Hilfsdienstes in das Arnsberger Krankenhaus transportiert, die anderen beiden konnten vor Ort vom Rettungsdienst entlassen werden.

Der Malteser Hilfsdienst war zur Unterstützung des Rettungsdienstes der Stadt Arnsberg gerufen worden. Insgesamt waren fünf MHD-Rettungssanitäter mit Rettungswagen und Krankentransportwagen vor Ort.

DRK-Garage beschädigt

Neben dem Schaden, der am Gebäude entstanden ist, gab es auch für das Deutsche Rote Kreuz einen großen Schock: In der benachbarten Lagerhalle befand sich die Garage für die DRK-Einsatzfahrzeuge. Diese wurden durch den Rauch erheblich in Mitleidenschaft gezogen, so dass für die nächste Zeit keine Einsatzbereitschaft hergestellt werden kann. Nachdem die Arbeit für den Großteil der rund 140 Einsatzkräfte nach zwei Stunden beendet war, wurde noch eine Brandwache durch Wehrleute aus Herdringen gestellt. Diese konnte aber auch nach einer weiteren Stunde das Gerätehaus anfahren, so dass der Einsatz dann nach drei Stunden komplett beendet war. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache.

FW Arnsberg

Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

(Bild: Screenshot DWD Warnwetter-App)

Nachdem die Firma WetterOnline vor dem Landgericht Bonn klagte, darf die Warnwetter-App vom Deutschen Wetterdienst (DWD) nicht mehr alle Dienste kostenfrei anbieten.

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass Bereitschaftsdienste Arbeitszeit gleichkommen (Foto: frankdaniels/stock.adobe.com, Symbolbild)

Bereitschaftsdienste sind als Arbeitszeit zu werten, sofern der Arbeitnehmer innerhalb kürzester Zeit für einen Einsatz zur Verfügung stehen muss, urteilte der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemb

In der FEUERWEHR lesen Sie:

BOS-Funktechnik: Sichere Kommunikation
Quedlinburg: Rauchmelder rettet Familie
Tückisches Watt: Schwierige Rettung aus dem Schlick
Ungleiche Brüder: Zwei TLF 4000 mit Staffelkabine
Schloss Schauenstein: Feuerwehrmuseum in historischen Mauern

Neuen Kommentar schreiben