Dachstuhlbrand hält Feuerwehr Essen in Atem

Als die ersten Einsatzkräfte am Mehrfamilienhaus eintrafen, loderten die Flammen bereits deutlich sichtbar aus dem Dach. Umgehend wurde mit der Brandbekämpfung begonnen. Derweil entwickelte sich im Keller ein Folgebrand.

Am Mittwochmorgen (17.5. 2017) ist aus bislang unbekannter Ursache im ausgebauten Dachgeschoss eines Mehrfamilienhauses an der Paßstraße in Essen (NRW) ein Brand ausgebrochen.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte der nahegelegenen Feuerwache Steele schlugen bereits Flammen aus dem Dach. Mit zwei Rohren über Drehleitern und zwei weiteren Rohren im Innenangriff erfolgte die Brandbekämpfung, zeitgleich wurde eine männliche Person mit schweren Verletzungen aus dem Treppenraum gerettet und vom Notarzt versorgt, bevor der Transport in ein Krankenhaus erfolgte. Eine weitere Person mussten die Retter ins Freie geleiten, alle weiteren Bewohner hatten sich aus dem viereinhalbgeschossigen Haus bereits selbst in Sicherheit gebracht. Selbst zwei Kaninchen überlebten das Geschehen, eine junge Frau hat sie trotz der brisanten Situation mit ins Freie genommen.

Kontrolle des Nachbarhauses

Das benachbart stehende Haus wurde mit einer Wärmebildkamera auf einen möglichen Übergang des Brandes kontrolliert, die Männer mussten hier allerdings keine weiteren Maßnahmen einleiten.Während der Brand im Dachgeschoss unter Kontrolle war, entwickelte sich im Keller zunächst unbemerkt ein Folgebrand. Nach jetzigen Erkenntnissen sind glühende Brocken in den offenen, nicht mehr als Rauchabzug genutzten und mit einem Edelstahlrohr ausgekleideten Kamin gefallen und haben dort den zweiten Brand ausgelöst. Auch dieses Feuer löschte ein Trupp unter Atemschutz.

Später kontrollierten Trupps die einzelnen Geschosse auf weitere Glutnester, dazu mussten die hölzernen Fußböden eröffnet und Glutnester abgelöscht werden. Statiker haben das Objekt begutachtet, es besteht keine Einsturzgefahr, gleichwohl ist das Haus unbewohnbar. Die Hausverwaltung kümmert sich um die Unterbringung der Bewohner. In der heißen Phase waren zwei Löschzüge, der Rettungsdienst und die Freiwillige Feuerwehr Steele vor Ort.

MF/FW Essen

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