Dachstuhlbrand im Doppelback

Die Feuerwehr Nürnberg rückte am frühen Donnerstagmorgen zu einem Gebäudebrand in einem eng bebauten Wohnviertel aus. Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen den Trupps teilweise über fünf Meter hohe Flammen entgegen, die weithin sichtbar waren. Das Feuer war so intensiv, dass es sowohl an den massiven Fassaden der unmittelbar angrenzenden Gebäude und in deren Dachstühle vorzudringen begann.

Am Donnerstag (11.01.2018) wurde um 0:45 Uhr die Feuerwehr Nürnberg in den Stadtosten zu einem Gebäudebrand alarmiert. Dort stand ein Holzverschlag zwischen einem Wohnhaus und einer Gaststätte im Vollbrand. Das Feuer drohte bereits auf die benachbarten Wohnhäuser in dem engbebauten Wohnviertel überzugreifen. Nur durch das schnelle und besonders schlagkräftige Eingreifen der Feuerwehr mit drei Löschzügen von BF/FF konnte ein Totalverlust der Gebäude verhindert werden.

Bereits beim Eintreffen der ersten Kräfte schlugen den Trupps teilweise über fünf Meter hohe Flammen entgegen, die weithin sichtbar waren. Das Feuer war so intensiv, dass es sowohl an den massiven Fassaden der unmittelbar angrenzenden Gebäude und in deren Dachstühle vorzudringen begann.

Ferner drohten die Flammen auch auf ein wenige Meter entferntes Gebäude überzuspringen. Hier hatte die Fassade aufgrund der intensiven Hitzestrahlung bereits zu dampfen begonnen.

Massiver Außenangriff

Einer der ersten Meldenden war ein in seiner Freizeit befindlicher Feuerwehrmann, der die Anwohner rechtzeitig warnen und die Einsatzkräfte auf die örtlichen Gegebenheiten einweisen konnte. Da deshalb sichergestellt war, dass sich niemand mehr in den zwei unmittelbar benachbarten Gebäuden befand, konnte sofort mit einem allseitigen massiven Außenangriff zur weiteren Abschirmung der Wohnhäuser von dem bereits völlig zerstörten Holzverschlag begonnen werden.

Der intensive Löschangriff mit insgesamt vier handgeführten C-Rohren und zwei Drehleiter-Korbrohren zeigte rasch Wirkung: Das Feuer konnte bei einem Gebäude in der Dachdämmung und beim zweiten Gebäude direkt an der Fassade gestoppt werden. Der dritte stärker vom Brand betroffene Altbau musste teilweise abgedeckt und von innen gelöscht werden, da sich das Feuer hier bereits ins Obergeschoss ausbreiten konnte. Es ist bis auf weiteres nicht bewohnbar, konnte aber vor der vollständigen Zerstörung bewahrt werden.

Ein Entstördienst eines Energieversorgers stellte die Gas- und Stromversorgung des Gebäudes ab. Die betroffenen Bewohner wurden vom Rettungsdienst betreut und später anderweitig untergebracht.

Mehr als 60 Kräfte im Einsatz

Im Einsatz waren drei Löschzüge und mehrere Sonderfahrzeuge der BF Nürnberg, der FF Nürnberg-Buchenbühl und -Werderau mit über 60 Einsatzkräften, drei RTW, ein Notarzt und und ein Einsatzleiter Rettungsdienstes.

Noch vor Ort nahmen Beamte des KDD Mittelfranken die Ermittlungen auf. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden an den Gebäuden über mehrere Hundert Tausend Euro. Die Nachlösch- und Aufräumungsarbeiten dauerten bis in den Donnerstagvormittag.

Th. Birkner

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