Kellerbrand in Kölner Innenstadt

Ein ausgedehnter Kellerbrand in einem 6-geschossigen Wohngebäude hat die Feuerwehr Köln am Dienstag auf Trab gehalten. Mehrere Menschen konnten mittels Drehleiter aus dem stark verrauchten Haus gerettet werden. Die Löscharbeiten gestalteten sich in dem weit verwinkelten Keller schwierig.

Am Dienstagnachmittag (21.11. 2017) wurde die Leitstelle der Feuerwehr Köln um 15:20 Uhr über einen Brand in der Bremer Straße, Neustadt Nord durch mehrere Notrufe in Kenntnis gesetzt.

Der zuständige Löschzug der Feuerwache Innenstadt war bereits wenige Minuten nach Alarmierung am Einsatzort. Bereits auf der Anfahrt zur Einsatzstelle wurde aufgrund zahlreicher Notrufe, welche auch von eingeschlossenen Menschen im Haus berichteten, die Alarmstufe erhöht, so dass ein weiterer Löschzug und zahlreiche Fahrzeuge des Rettungsdienstes zur Einsatzstelle entsandt wurden.

Ausgedehnter Kellerbrand

Vor Ort stellten die ersteintreffenden Einsatzkräfte einen ausgedehnten Kellerbrand in einem 6-geschossigem Wohngebäude mit ausgebautem Dachgeschoss fest. Flammen schlugen bereits über einen Lichtschacht aus dem Keller an der Fassade empor. Hinter dem sich an der Fassade des Wohnhauses ausbreitendem Rauch konnten mehrere Bewohner erkannt werden, welche umgehend über eine Drehleiter von der Feuerwehr gerettet werden konnten. Insgesamt waren dies fünf Personen. Eine Selbstrettung über den Treppenraum war für die Bewohner aufgrund der starken Verrauchung des Treppenraumes nicht mehr möglich.

Zur medizinischen Versorgung und weiteren Betreuung vor Ort waren vier Rettungswagen und zwei Notärzte notwendig, welche insgesamt sechs Personen behandelten. Drei Personen wurden zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Weitere Bewohner wurden während des Einsatzes durch den Rettungsdienst betreut.

Enorme Hitze im verwinkelten Keller

Die Löscharbeiten gestalteten sich in dem weit verwinkelten Keller schwierig. Hier standen mehrere Kellerabteile in Flammen. Enorme Hitze sowie durch Brandeinwirkung herunterhängende stromführende Leitungen behinderten die Löscharbeiten zunächst. Der Brand war nach gut einer halben Stunde in Gewalt. Die langwierigen Nachlöscharbeiten sowie Belüftungsmaßnahmen forderten die Feuerwehr Köln bis in die frühen Abendstunden.

Durch den Entstördienst des Energieversorgers musste aufgrund der Brandschäden an Elektroinstallationen im Laufe des Einsatzes das gesamte Mehrfamilienhaus stromlos geschaltet werden.

Bewohner des Hauses wurden zum Teil durch den Eigentümer des Gebäudes untergebracht oder kamen bei Bekannten unter. Für eine Familie wurde eine Unterkunft durch die Stadt Köln zur Verfügung gestellt.

Zur Brandursache und zur Höhe des Sachschadens kann die Feuerwehr keine Angaben machen.

Am Einsatz beteiligt waren gut 50 Einsatzkräfte mit 16 Fahrzeugen der zuständigen Feuer- und Rettungswache Altstadt Süd sowie der Feuer- und Rettungswachen Ehrenfeld, Weidenpesch und Lindenthal. Die Einsatzleitung wurde vom Führungsdienst der Branddirektion wahrgenommen.


FW Köln

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