Pestizid-Laster auf A 64 verunfallt

Gefahrguteinsatz auf der A64 bei Trier: Ein mit Pestizid-Kanistern beladener Lkw ist nach einer Vollbremsung des vorausfahrenden Lkw verunglückt. Durch die Wucht des Aufprall wurden einige Kanister stark beschädigt. Der Gefahrstoffzug der Feuerwehr Trier-Saarburg rückte aus.

Am Dienstagabend (4.7. 2017) befuhren zwei Lkw hintereinander die A 64 von Luxemburg kommend in Richtung Trier. Nach Angaben der Polizei blockierten gegen 20.20 Uhr nach einer ersten Einlassung des voranfahrenden Fahrers die Bremsen in dessen Lkw. Aufgrund der daraufhin erfolgten unvermittelten Vollbremsung des Aufliegers konnte der nachfolgende Fahrer eines Sattelzuges nicht rechtzeitig bremsen oder ausweichen und fuhr auf den Vorausfahrenden auf.

Heftiger Aufprall

Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurden Teile der Ladung des zweiten Lkw, mit Pestiziden gefüllte Kanister, derart stark beschädigt, dass sie leckschlugen und eine bislang noch nicht bekannte Menge des zwischenzeitlich bekannten Gefahrgutes auslief. Daraufhin wurde die A 64 vor dem Grenzübergang nach Deutschland in Richtung Trier von der Luxemburger Polizei gesperrt.

Gefahrstoffzug rückt aus

Der Gefahrstoffzug der Feuerwehr Trier-Saarburg rückte aus und übernahm die Sicherung der Unfallstelle. Während der Bergungsmaßnahmen dürften insgesamt ca. 20 l Pestizide ausgelaufen sein, die durch Feuerwehrkräfte des Gefahrstoffzugs der KV Trier-Saarburg gebunden wurden. Das Umladen des Gefahrguts auf ein anderes Transportfahrzeug sowie die Bergung des stark beschädigten Gefahrguttransporters durch ein Bergungsunternehmen nahm mehrere Stunden in Anspruch.

Beide Fahrer verletzt

Der 52-jährige Fahrer des auffahrenden Gefahrguttransporters erlitt bei dem Unfall Beinverletzungen, der 34-jährige Fahrer des anderen Sattelzugs wurde leicht verletzt und konnte nach kurzer Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen. Der Sachschaden dürfte mindestens 100.000 Euro betragen.

Im Zusammenhang mit dem Ereignis waren insgesamt 110 Feuerwehrkräfte, 55 Sanitäts- und Versorgungskräfte des DRK und MHD, 9 Mitarbeiter der Autobahnmeisterei Schweich , ca. 10 Einsatzkräfte des THW, 10 Polizeikräfte der Autobahnpolizei und der umliegenden Inspektionen eingesetzt.

Red. mit Polizei Trier

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