Windkraftanlage ausgebrannt

Ein Feuer hat eine Windkraftanlage im niedersächsischen Oederquart zerstört. Da sich der Brand in 70 Meter Höhe abspielte, waren Löscharbeiten nicht möglich.

Am Montagabend (4.4. 2016) gegen 18.20 Uhr wurde der Feuerwehr und der Polizei der Brand einer Windkraftanlage in der niedersächsischen Gemarkung Oederquart (Kreis Stade) im dortigen Windpark gemeldet.

Die Ortswehren Freiburg und Oederquart wurden alarmiert und rückten mit 45 Mann an der Einsatzstelle an. Die Rauchentwicklung war bereits auf der Anfahrt in Dornbusch am Horizont zu erkennen. Zusätzlich waren Polizei und die DRK-Bereitschaft Drochtersen vor Ort.

Kontrolliertes Abbrennen

Viel ausrichten konnten die Feuerwehrleute jedoch nicht, da sich der Brand in rund 70 Metern Höhe abspielte und keine Feuerwehr über derart lange Drehleitern verfügt. Zudem würden die Einsatzkräfte durch herabfallende Teile gefährdet. Löschanlagen in der Turbine gebe es nicht, sagte ein Polizeisprecher.

Daher wurde die Windkraftanlage weiträumig abgesperrt und das kontrollierte Abbrennen der Turbine und der Flügel beaufsichtigt. Zwei der drei Rotorblätter wurden durch das Feuer so stark beschädigt, dass sie zu Boden stürzten. Auch zahlreiche Schaulustige beobachteten das Schauspiel aus sicherer Entfernung.

Vermutlich technischer Defekt

Ein Vertreter des Anlagenbetreibers wurde informiert und kümmerte sich dann im Anschluss um die erforderlichen Sicherungsarbeiten. Warum die Windkraftanlage in Brand geraten ist, ist zur Zeit noch unklar. Ermittlungsergebnisse werden erst nach den Recherchen der Brandexperten der Polizeiinspektion Stade erwartet, die in den nächsten Tagen anlaufen werden. Vermutet wird, dass ein Lager heißgelaufen ist. Die Experten können den Unfallort aber erst betreten, wenn der Turm abgekühlt ist.

Der Gesamtschaden dürfte sich nach ersten Schätzungen auf mindestens mehrere hunderttausend Euro belaufen.

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