Wechsel auf Sommerreifen nicht vergessen

Autofahrer sollten in diesem Jahr nicht unbedingt bis Ostern mit dem Umstieg auf Sommerreifen warten. Aber warum soll man überhaupt Reifen wechseln?

Mit einer Ein-Euro-Münze kann man vor dem Reifenwechsel ganz einfach überprüfen, ob die Pneus gleichmäßig abgefahren sind und ob die Profilstärke der Sommerreifen noch ausreicht. (Foto: ARCD)

Von Oktober bis Ostern („von O bis O“) lautet eine altbekannte Faustregel für den Reifenwechsel. Da Ostern in diesem Jahr relativ spät liegt, müssen Autofahrer nicht unbedingt bis Mitte April mit dem Umstieg auf Sommerreifen warten. 

Eine gute Faustregel, wann man die Pneus von Winter auf Sommer umstellen sollte, lautet: sobald die Temperaturen konstant über acht Grad bleiben. Wer zu früh wechselt und beispielsweise bei Schnee oder Glatteis mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert mindestens 60 Euro Bußgeld, einen Punkt in Flensburg und bei einem Unfall zusätzlich Leistungskürzungen bei der Versicherung sowie eine Mitschuld. Warum dann überhaupt wechseln? Einige wichtige Gründe sprechen bei wärmeren Temperaturen für Sommerreifen mit ihrer härteren Laufflächenmischung: Der Grip in Kurven ist stärker, die Fahrstabilität verbessert sich, und der Bremsweg ist kürzer.

Die Ein-Euro-Probe

In § 36 Abs. 2 der Straßenverkehrszulassungsordnung ist die Mindestprofiltiefe der Pneus vorgeschrieben. Hier heißt es: „Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen; als Hauptprofil gelten dabei die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt.“ Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) empfiehlt bei Sommerreifen allerdings drei Millimeter, da die Pneus so bei Nässe nicht so schnell aufschwimmen. Das kann man ganz einfach mit einer Ein-Euro-Münze überprüfen: Der goldene Rand ist drei Millimeter breit. Versinkt dieser im Profil, ist noch genügend davon vorhanden. Mithilfe der Münze können Autofahrer außerdem überprüfen, ob das Profil gleichmäßig abgefahren ist. Falls nicht, könnte das ein Hinweis auf einen falschen Reifendruck oder eine verstellte Spur sein.

Alter und Sichttest

Die Reifen sollten außerdem nicht älter als sechs Jahre sein, da die Gummimischung mit dem Alter immer mehr verhärtet. Dieses kann man anhand der so genannten DOT-Nummer auf der Seite des Reifenmantels ablesen. Die letzten vier Ziffern stehen für das Herstellungsdatum: 0416 bedeutet also beispielsweise Kalenderwoche vier im Jahr 2016. Auch ein kritischer Sichttest auf Beschädigungen vor der Montage lohnt sich. Stellt man dann noch den Luftdruck ein – der richtige Wert steht in der Tankklappe, am Türholm oder in der Gebrauchsanweisung des Fahrzeugs –, ist das Auto gut vorbereitet für die Fahrt Richtung Sommer. Wer werksfrische Reifen aufgezogen hat, sollte diese übrigens vorsichtig einfahren, da sie erst nach 200 bis 300 Kilometern – also wenn die Oberfläche etwas angeraut ist – ihren vollen Grip aufbauen können.

ARCD

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