Aller guten Dinge sind drei

Aller guten Dinge sind drei

Die Feuerwehr Fürstenwalde hat ihre drei Löschfahrzeuge nach 26 Jahren Dienstzeit ersetzt und kann nun auf drei baugleiche HLF 20 zurückgreifen. Während der Erprobung konnten die neuen Fahrzeuge ihren Mehrwert bereits unter Beweis stellen.

Die Feuerwehr Fürstenwalde beschaffte im Jahr 2016 drei baugleiche Löschfahrzeuge (HLF 20), die im Januar 2017 in Dienst gestellt wurden. Sie ersetzten drei  LHF, die bereits im Dienst der Berliner Feuerwehr standen und nach 26 Jahren Dienst ausgesondert wurden. Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt die Fa. Rosenbauer am Standort Luckenwalde (BB) den Zuschlag.

Die drei HLF 20 sind Standardeinsatzfahrzeuge der hauptberuflichen Wache und der ehrenamtlich besetzten Löschzüge Mitte und Nord, die durch die multifunktionale Beladung für fast alle Einsatzlagen gerüstet sind.

Die im Aufbau integrierte Kabine bietet acht Einsatzkräften Platz, 4 PA können schon während der Anfahrt angelegt werden. Die Entriegelung erfolgt allerdings erst nach Stillstand des Fahrzeugs. Neben der Funktechnik (HRT) und Messgeräten befinden sich zusätzlich auf allen Fahrzeugen Wärmebildkameras und Notfallrucksäcke incl. Defibrillatoren. Alle Kabinen sind klimatisiert, für die Kühlung der Getränke stehen Kühlboxen  zur Verfügung.

Alle Fahrzeuge sind mit Löschmitteltanks für 2.000 Liter Wasser, sowie 200 Liter Mehrbereichsschaummittelkonzentrat (Zumischung max. 1%) ausgestattet.

Hydraulische Rettungsgeräte mit Schere und Spreizer, Pedalschneidern  sowie zwei Rettungszylindern sind für die technische Hilfeleistung vorgesehen, die zum Tagesgeschäft, insbesondere auf der BAB 12 gehört. In den Geräteräumen zusätzlich verlastet sind  Rettungsplattformen, die die präklinische Versorgung und Rettung von eingeklemmten Lkw-Fahrern wesentlich erleichtern, Rettungsbretter (Combi-Carrier) komplettieren die Geräte zur Rettung und Lagerung von Personen.

Zwischen den Geräteräumen 1 und 2 fanden die pneumatischen 24-Volt Lichtmasten „FLEXILIGHT LED“ mit 8 LED-Scheinwerfern Platz, zusätzlich sorgen die LED Scheinwerfer der Umfeldbeleuchtung, auch bei Dunkelheit, für sicheres Arbeiten.

Die Fahrzeuge wurden in weiß lackiert und im Design „Fürstenwalde“ mit Folie (RAL 3026) beklebt. Alle Heckjalousien erhielten eine Zusatzbeklebung „Rettungsgasse“.

Während der Erprobungsphase der neuen Fahrzeuge konnten sie bereits bei größeren Einsatzlagen den einsatztaktischen Mehrwert und die Zuverlässigkeit der Systeme unter Beweis stellen.

Technische Daten:

  • MAN TGM 18.340 4x4 BB (Euro 5)
  • Motorleistung: 250 kW / 340 PS bei 2300 U/Min.
  • Hubraum: 6871 cm³
  • Automatisiertes Schaltgetriebe mit Feuerwehrschaltung
  • Allradantrieb
  • Länge: 7850 mm
  • Breite: 2500 mm
  • Höhe: 3300 mm
  • Radstand: 4200 mm
  • Leergewicht: 9500 kg
  • zulässiges Gesamtgewicht: 16000 kg (nach Ablastung)

Aufbau:

  • Rosenbauer Luckenwalde - HLF 20 AT
  • Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-3000
  • Aufbau mit sieben Geräteräumen
  • pneumatischer Lichtmast mit 8 LED-Scheinwerfern „FLEXILIGHT LED“
  • Schaum-Druckzumischsystems DIGIMATIC
  • Conti - CAFS Anlage
  • Einrichtung zur schnellen Wassergabe anstelle eines Schnellangriffs (auch für CAFS)
  • Actiontower in der Kabine
  • Umfeldbeleuchtung
  • Aufnahme für zwei Einpersonenhaspeln Typ Barth (Schlauch und Verkehrsabsicherung)
  • Wechselsprechanlage zwischen Einheitsführer und Mannschaft
  • Navigationslösung EuroBOS Navigator mit Alarmempfänger

Beladung:

  • Rettungsplattform
  • Rettungssatz Holmatro
  • Pedalschneider (Holmatro)
  • Rettungszylinder (Holmatro)
  • Wärmebildkamera Bullard
  • Sprungretter (beim HLF der Wachabteilung Schlauchboot, da Sprungretter auf DLK mitgeführt wird)
  • Drucklüfter
  • Arbeitsstellenscheinwerfer RLS 1000
  • Mobiler Rauchverschluss
  • Stromaggregat Rosenbauer RS 14
  • Ramme
  • Halligan-Tool
  • Türöffnungswerkzeug
  • Hydraulischer Türöffner (Holmatro)
  • Faltleitkegel
  • Flutlichtstrahler in LED-Technik
  • Rollgleiter
  • Atemschutznotfall-Tasche

Sondersignalanlage      

  • 4 Kennleuchtenmodule FG Hänsch Typ RSB-BL LED, davon 2 am Heck
  • 2 x Hänsch Sputnik nano-LED Frontblitzer
  • Pressluftanlage Max Martin GM 2298
  • Zusätzlich wurden alle Fahrzeuge mit einem „Bullhorn“ ausgestattet.

Die Domstadt Fürstenwalde zählt ca. 33.000 Einwohner und liegt zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Die Anreise kann über die Verkehrswege Straße, Bundesautobahn 12, Bundes-und Landesstraßen, die Bundeswasserstraße „Spree“, oder über die Schienenverbindung erfolgen. Die Stadt unterhält eine Feuerwehr, die mit 35 Mitarbeitern und 80 ehrenamtlichen Kameraden den abwehrenden Brandschutz sicherstellt und ca. 700-800 Einsätze pro Jahr zu bewältigen hat.

Martin Haschick / Öffentlichkeitsarbeit

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