Neue Technik für den Katastrophenschutz

Neue Technik für den Katastrophenschutz

DFV-Präsident Ziebs und BBK-Präsident Christoph Unger stellten in Berlin die aktuellen Fahrzeugtypen vor. In den kommenden Jahren werden 400 dieser Fahrzeuge für die Modernisierung des Zivilschutzes angeschafft.

Es ist eine der größten Beschaffungsmaßnahmen des Bundes im Zivilschutz: Seit Anfang dieses Jahres läuft die Planung und Produktion für insgesamt 400 Fahrzeuge, die den Feuerwehren in den nächsten drei Jahren für die Modernisierung des Zivilschutzes zur Verfügung gestellt werden.

„Drei Viertel der Fahrzeuge sollen Löschgruppenfahrzeuge in der Brandschutzkomponente sein, ein Viertel Schlauchwagen als Fahrzeuge zur Wasserversorgung“, erläutert Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), die mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) getroffene Absprache. Bis 2020 sollen alle Fahrzeuge an die Feuerwehren ausgeliefert sein.
 
Gemeinsam mit BBK-Präsident Christoph Unger stellte DFV-Präsident Ziebs im Vorfeld des 12. Berliner Abends der deutschen Feuerwehren die aktuellen, bei Feuerwehren stationierten, Fahrzeugtypen vor.

Gezeigt wurden neben den für die nächsten Jahre in größerer Auflage geplanten Modellen des Löschgruppenfahrzeugs LF-KatS und Schlauchwagen SW-KatS auch ein ABC-Erkundungskraftwagen CBRN-ErkKW, ein Gerätewagen Dekontamination Personal GW-Dekon P sowie ein Einsatzleitwagen der Analytischen Taskforce ELW-ATF.

Hintergrund:
Die Feuerwehren sind ein unverzichtbarer Baustein im Zivilschutz. Ihre Kernkompetenzen sind Brandschutz, Wasserversorgung, CBRN-Schutz & Dekontamination, Führung & Prävention sowie Technische Hilfeleistung. In der Brandschutzkomponente des Bundesausstattungskonzeptes sind von ursprünglich 955 Löschgruppenfahrzeugen durch Ausmusterungen nur noch 638 Fahrzeuge übrig. Rund  400 hiervon sind älter als 25 Jahre. In der Wasserversorgungskomponente sind 466 Schlauchwagen vorgesehen; nur 399 von ihnen sind aktuell vorhanden. In den vergangenen Jahren hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages kurzfristig weitere Mittel in Millionenhöhe bewilligt. Der Bund hat nun mit der neuen Konzeption Zivile Verteidigung einen aktualisierten Rahmen zur ergänzenden Ausstattung im Katastrophenschutz vorgelegt.

DFV

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