Neues RLFA 2000 für AMAG Austria

Neues RLFA 2000 für AMAG Austria

Eine leistungsstarke Löschanlage inklusive Frontwerfer und Schnellangriffshaspel, dazu noch eine Seilwinde und Platz für verschiedenste Ausrüstungsgegenstände. Verpackt in einem kompakten Fahrzeug ergibt das das neue Rüstlöschfahrzeug (RLFA) 2000 für die Austria Metall AG im oberösterreichischen Ranshofen.

Die Austria Metall AG im Braunauer Stadtteil Ranshofen ist mit über 1700 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region. Produziert werden hier hauptsächlich verschiedenste Aluminiumerzeugnisse – unter anderem für die Verwendung im Flugzeugbau. Für die Sicherheit auf dem Werksgelände, auf dem auch einige andere Firmen untergebracht sind, ist die Betriebsfeuerwehr mit über 100 Mitgliedern verantwortlich. Auch der Fuhrpark ist dementsprechend gut ausgestattet: Zur Verfügung stehen ein Kommandofahrzeug, vier Universallöschfahrzeuge, ein Rüstlöschfahrzeug, zwei Löschfahrzeuge und ein schweres Löschfahrzeug – alle aus dem Hause Rosenbauer.

Gerüstet für Brand- und technische Einsätze

An das neue RLFA 2000 hat man eine große Anforderung gestellt: Es sollte sowohl für die Bewältigung von Brand- als auch für technische Einsätze gerüstet sein. Dementsprechend hat Rosenbauer das Fahrzeug aufgebaut und ausgestattet. 

Als Fahrgestell kam ein MAN TGM mit Allradantrieb zur Anwendung, die Kabine bietet Platz für sechs Personen und den Fahrer. Das Herz der Löschanlage bilden die NH35 Pumpe und das FIXMIX-Schaumzumischsystem: Bei Normaldruck können bei 10 bar bis zu 3.500 Liter Wasser pro Minute ausgebracht werden, bei Hochdruck bis zu 400l/min bei 40 bar. Für Löschen mit Schaum stehen zwei fixe Zumischraten zur Auswahl: 1% bzw. 3%. Neben den Standard-Druckabgängen ist das RLFA auch mit einer HD-Schnellangriffshaspel und einem RM15 Frontwerfer ausgerüstet. Dank Pump & Roll kann dieser auch bereits während der Fahrt zum Einsatz gebracht werden.

Kräftige Seilwinde & viel Platz für Ausrüstung

Für die Bewältigung der anfallenden technischen Einsätze ist in den Geräteräumen umfassende Ausrüstung untergebracht. Genutzt wird auch der Platz auf dem Dach: In der Dachbox kann man nicht nur weitere Gegenstände unterbringen, sie ist zudem auch noch mit LED-Beleuchtung versehen – ebenso wie sämtliche Geräteräume, die Verkehrsleiteinrichtung am Heck und die Umfeldbeleuchtung. Mit einer Zugkraft von 50 kN stellt die TR030/6 Seilwinde von Rotzler eine große Unterstützung bei vielen technischen Einsätzen verschiedenster Art dar.

95% der Einsatzfälle abgedeckt

„Mit dem neuen Einsatzfahrzeug können gleichzeitig Brand- und technische Einsätze abgearbeitet werden. Damit sind alle einsatzrelevanten Gerätschaften mit dem ersten Fahrzeug sofort vor Ort. 95% der Einsatzfälle können alleine mit diesem Fahrzeug abgedeckt werden“, zeigt sich der Kommandant der AMAG Betriebsfeuerwehr, Gerhard Friedrich Rossmaier, vollauf zufrieden.

Details

Geräteraum:

  • Gerätetiefräume und Drehfächer COMFORT für optimierte Entnahme und sichere Lagerung von Ausrüstung inkl. Halterungsblock Beleuchtung und hydraulischem Rettungsgerät
  • Hygienewand ausziehbar mit Druckluftpistole im GR 6 eingebaut
  • Farblogik für Griffe u. Betätigungseinrichtungen
  • Einbau einer selbstrückspulenden Pneumatikhaspel mit 12 m Schlauch, 8 mm, max. 10 bar, inkl. Kupplung und Luftpistole im GR 2

Löschanlage:

  • Type: kombinierte Normal/Hochdruckpumpe NH35 mit Kapselung und Bediendisplay
  • Löschleistung: 3.000 l/min. bei 10 bar, 400 l/min bei 40 bar
  • Wassertankinhalt: 2.000 l mit automatischer Niveauregulierung
  • Schaummitteltank 200 l
  • Schaumzumischsystem: FIXMIX 1+3% über Pumpendisplay, Schaumfremdsaugleitung, Spül- und Entleerungsautomatisation
  • Zumischer Z4 im GRT6

Druckausgänge:

  • Je 2x manuell Druckabgänge links und rechts

Schnellangriffseinrichtung:

  • HD-Haspel (Schlauch 25 mm / 60 m) im GR 7

Wasserwerfer:

  • Wasserwerfer RM 15 an der Stoßstange

Seilwinde:

  • Hydraulische Rahmeneinbauseilwinde, Fabrikat Rotzler TR030/ Fire, 2-Gang, mit konstanter Zugkraft über die gesamte Seillänge.

Lichtmast:

  • Lichtmast, pneumatisch versenkt, 8x 42 W LED im Heck versenkt eingebaut

Elektrik:

  • Verkehrsleiteinrichtung in LED-Technik im Heck
  • LED-Blitzleuchten blau, vorne in Kühlergrill versenkt eingebaut
  • 2 LED-Breitstrahler am FH-Dach
  • Nahumfeldbeleuchtung mit je 6 LED-Breitstrahler in Dachgalerie links und rechts und 2 LED-Breitstrahler im Heck
Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

Hochstraße in Schalbruch (Foto: FF Selfkant)

Nach dem Unwetter, das bereits am Montag über die Gemeinde Selfkant (NRW) hinwegzog, nahm das gestrige Unwetter deutlich an Brisanz zu.

Besonders betroffen war die Ortschaft Schalbruch. Hier mussten zahlreiche Keller von Wasser und Schlamm befreit werden. Die Feuerwehr Gangelt unterstützte ihre Kameraden im Selfkant bei der Beseitigung der Schäden. (Foto: FW Gangelt / O.Thelen)

Starke Regenfälle im Westen und Südwesten Deutschlands hielten die Einsatzkräfte der Feuerwehren in Atem: Zahlreiche Keller liefen voll Wasser und Fahrbahnen wurden überflutet.

In der FEUERWEHR lesen Sie:

Feuerwehr Heidenheim: Großbrand in Industriebetrieb
Hygiene auf Einsatzstellen
Feuerwehr Dresden: Neuer Rüstwagen Kran (RW-K) im Dienst
Waldbrand: Übung der 4. Brandschutzbereitschaft aus Berlin
Gesundheit: Schutzimpfungen für Einsatzkräfte

Neuen Kommentar schreiben