30.000ster Einsatz für Friedrichshafener Rettungshubschrauber

In Lindau hatte sich ein Mann in seinem Garten schwerste Verletzungen zugezogen. Nach wenigen Flugminuten konnte die Besatzung von Christoph 45 in der Nähe des Grundstücks landen und sofort mit der medizinischen Versorgung des Patienten beginnen.

Der gestrige Mittwoch (12.4. 2017) war ein besonderer Tag in der 36-jährigen Stationsgeschichte der DRF Luftrettung in Friedrichshafen: „Christoph 45“ wurde zu seinem 30.000. Einsatz alarmiert. In Lindau hatte sich ein Mann in seinem Garten schwerste Verletzungen zugezogen. 

Der 88-Jährige arbeitete in seinem Garten, kletterte auf eine Stützmauer, verlor das Gleichgewicht und stürzte rückwärts herunter. Als sein Nachbar ihn entdeckte, verständigte dieser sofort den Rettungsdienst. „Es war der zweite Einsatz unseres Tages, als uns die Leitstelle nach Lindau alarmierte. Nach wenigen Flugminuten konnten wir in der Nähe des Grundstücks landen und sofort mit der medizinischen Versorgung des Patienten beginnen“, so Notfallsanitäter Stephan Klötzer. Der Mann war so unglücklich auf seinen Rücken gestürzt, dass er Verletzungen an der Wirbelsäule und den Rippen erlitten hatte. Notarzt und Notfallsanitäter der DRF Luftrettung lagerten den Patienten auf eine spezielle Vakuummatratze und stabilisierten seine Halswirbelsäule. „Bei Verletzungen der Wirbelsäule ist ein schonender Transport ohne Erschütterungen besonders wichtig, um Folgeverletzungen zu vermeiden. Daher haben wir ihn an Bord von Christoph 45 innerhalb weniger Flugminuten zur weiteren Versorgung in die Oberschwabenklinik Ravensburg transportiert“, erinnert sich der erfahrene Luftretter an den 30.000. Einsatz.

Die Station Friedrichshafen

„Christoph 45“ der DRF Luftrettung wird bei Notfällen als schneller Notarztzubringer alarmiert. Darüber hinaus wird er für den schonenden Transport von Patienten zwischen Kliniken eingesetzt. Hierzu ist er täglich von 7.00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann der rot-weiße Hubschrauber in maximal 15 Minuten erreichen. Er wird von den Leitstellen Bodenseekreis, Konstanz, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar, Oberschwaben-Bodensee, Ravensburg, Biberach, Donau-Iller und Allgäu angefordert.

DRF

Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

Symbolfoto: SFSW

Ab Juni steht der Entwurf der Feuerwehrdienstvorschrift FwDV/DV 800 „Informations- und Kommunikationstechnik im Einsatz“ online. Bis Ende Juli können Einsprüche gesendet werden.
Foto: Mitteldeutsche Flughafen AG

Foto: Mitteldeutsche Flughafen AG

Feuerwehrbegeisterte können Anfang Juni die Werkfeuerwehr des Airports besuchen, eine Löschvorführung erleben und den Boeing-747-Brandsimulator besichtigen.

Neuen Kommentar schreiben