Berliner Abend des DFV

Mehr als 100 Bundestagsabgeordnete, 350 Feuerwehr-Führungskräfte aus ganz Deutschland sowie Gäste aus Verwaltung und Wirtschaft nutzten beim 12. Berliner Abend des DFV die parlamentarische Gesprächsplattform in der Regierungsfeuerwache Berlin-Tiergarten.

„Dass wir die Tradition der Freiwilligen Feuerwehren seit Mitte des 19. Jahrhunderts so erhalten konnten, ist ein gutes Stück Deutschland. Sie haben einen festen Platz in unseren Herzen – wir alle wollen sicher leben und sind dankbar, dass es Sie gibt“, zollte Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel den Feuer-wehren Respekt. Sie sprach im Rahmen des 12. Berliner Abends der deutschen Feuerwehren in Berlin zu mehr als 350 Feuerwehr-Führungskräften aus ganz Deutschland.

Mehr Wertschätzung gefordert

„Wir fordern, dass unsere Mitmenschen den Feuerwehrkräften mit Wertschätzung begegnen“, kommentierte Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), angesichts des jüngst beschlossenen Gesetzes zur Strafverschärfung bei Angriffen auf Einsatzkräfte. „Frau Bundeskanzlerin, lassen Sie uns diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung gemeinsam anpacken!“, wandte er sich an die Regierungschefin. „Jede einzelne Tat ist ein Angriff auf die öffentliche Sicherheit. Wir hoffen, dass eine Verschärfung der Strafen Anlass zu mehr Besonnenheit gibt“, erwiderte Merkel.

„Terroranschläge belasten die Rettungskräfte in besonderem Maße. Wir stellen uns dieser Herausforderung und passen unsere Taktik ständig an. Wir sind Partner der inneren Sicherheit, wir sind Teil der Sicherheitsarchitektur“, bekräftigte DFV-Präsident Ziebs mit Blick auf den ebenfalls anwesenden Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière.

Bundeskanzlerin zu Gast

Bundeskanzlerin Angela Merkel erinnerte in ihrer Rede daran, dass insbesondere freiwillige Feuerwehrleute tagtäglich eigene Interessen zurückstellten, um dem Gemeinwohl zu dienen. "Um andere aus Gefahren zu retten, nehmen sie selbst Gefahren für ihr eigenes Leben in Kauf." Dafür gebühre ihnen Dank. Die Kanzlerin verwies aber auch auf die Belastungen, denen Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit ausgesetzt sind. Ihr Ansehen in der Bevölkerung sei nach wie vor groß. Dennoch gebe es zunehmend Beispiele, wo Respekt und Rücksicht abhandengekommen seien - "und zwar in einer erschreckenden Weise".

Es sei inakzeptabel, dass etwa Gaffer die Einsatzkräfte bei Bränden oder Verkehrsunfällen behinderten und sogar verbal oder tätlich attackierten. "Jede solche Tat ist ein Angriff auf die öffentliche Sicherheit." Deshalb sei es gut, dass der Bundestag jüngst das Strafrecht verschärft habe. Sie hoffe, dass die Sensibilität der Menschen dadurch wachse. "Wir brauchen mehr Akzeptanz gegenüber Einsatzkräften", forderte Merkel.

Ehrungen

DFV-Präsident Hartmut Ziebs zeichnete Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel als Dank für ihren Einsatz für die Feuerwehren mit dem Deutschen Feuerwehr- Ehrenkreuz in Gold aus. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière erhielt für sein Engagement das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber.

Red. mit DFV, Bundesregierung

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