Dynamische Entwicklung des Niedersächsischen Rettungswesens

Elisabeth Zumbeel aus Haselünne ist die 2.000 Notfallsanitäterin, die Ende November 2017 vom Niedersächsischen Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, ihre Berufserlaubnis erhielt. Das Berufsbild wurde 2014 neu geschaffen.

Mit dem Ausklang der seit 1989 erfolgten Rettungsassistentenausbildung wurde das Berufsbild der Notfallsanitäterin/des Notfallsanitäters zum 1. Januar 2014 neu geschaffen. Die Erstversorgung von Opfern eines Notfalls ist damit auf eine qualitativ deutlich höhere Ebene gehoben worden. Verantwortlich dafür ist zum einen die Anhebung der Ausbildungsdauer von zwei auf drei Jahre und zum anderen die allgemeine Kompetenzerweiterung, insbesondere in der Medikamentenabgabe.

Bundesweiter Spitzenwert

 „Wir haben von Anfang an mit allen an der Ausbildung beteiligten Akteuren sehr konstruktiv und kooperativ zusammengearbeitet, also Rettungsdiensten, Landkreisen, Krankenkassen, Ausbildungsstellen und Hilfsorganisationen. Dank dieser hervorragenden Voraussetzungen freuen wir uns landesweit aktuell über 2.000 Notfallsanitäterinnen und -sanitäter – das ist bundesweit ein absoluter Spitzenwert. Diese rasante Entwicklung bringt das Rettungswesen in Niedersachsen einen weiteren und wichtigen Schritt nach vorn“, sagte der Minister.

Bei der Übergabe der Urkunde lernte Niedersachsens 2.000ste Notfallsanitäterin den ersten Notfallsanitäter des Bundeslandes, Kersten Enke aus Hannover, kennen. Im März 2014 schloss der 58 Jahre alte Diplom-Gesundheitslehrer seine Ausbildung als Notfallsanitäter ab. Noch im selben Jahr übernahm er den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft Niedersächsische Umsetzung Notfallsanitätergesetz (NUN). Bereits seit Ende der 70er Jahre ist Kersten Enke im Rettungswesen tätig. Als Leiter der Johanniter-Akademie in Hannover bildet er mittlerweile selbst neue Notfallsanitäterinnen und -sanitäter aus.

Ausgereifte Basis für die Notfallversorgung

Zwischen Enke, dem ersten Notfallsanitäter und der 2.000sten Notfallsanitäterin Zumbeel liegen knapp dreieinhalb Jahre. „Wir haben es in kürzester Zeit geschafft, ein solides Fundament für die präklinische Notfallversorgung zu gießen“, sagte Enke.

Elisabeth Zumbeel zeigte sich erfreut darüber, dass die Ausbildung von Notfallsanitätern die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient: „Bei der Notfallversorgung müssen in kürzester Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen werden, eine umfangreiche Ausbildung ist deshalb das A und O“, sagte Niedersachsens 2.000 Notfallsanitäterin.

An dem Termin im Büro des Innenministers nahm auch Ralf Seebode, der Schulleiter der DRK-Rettungsschule Niedersachsen, teil. Er begrüßte die positive Entwicklung.

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