Ersthelfer befreit Unfallopfer aus Wassergraben

An einem Nachmittag im Oktober fuhr Christoph Kruse in Richtung des Betriebs seiner Familie in Oederquart (LK Stade, NI). Auf dem Weg entdeckte er ein im Straßengraben liegendes Auto. Sofort stieg er hinab in den Fleet und rettete die unter Schock stehende und verletzte Fahrerin vor dem Ertrinken. Für sein vorbildliches Handeln haben Goodyear und der Automobilclub von Deutschland (AvD) Christoph Kruse aus zum „Held der Straße“ des Monats November gekürt.

Am Nachmittag des 04. Oktober 2017 war Christoph Kruse in Richtung des Familienbetriebs in Oederquart unterwegs. Am Straßenrand sah er eine Gruppe Menschen stehen. Als er näherkam, machten sie ihn auf ein auf dem Dach liegendes Fahrzeug im Wassergraben neben der Straße aufmerksam. Die Fahrerin war, nachdem ihr von einem anderen Verkehrsteilnehmer die Vorfahrt genommen wurde, von der Straße abgekommen.

Niemand half

Obwohl das Auto immer tiefer im Schlamm versank und deutliche Hilferufe zu hören waren, griff keiner der Anwesenden ein. Erst Christoph Kruse reagierte und stieg, ohne zu zögern, in das knapp 70 cm tiefe Wasser um die Tür des verunglückten Wagens zu öffnen. Die verletzte und orientierungslose Fahrerin war nicht mehr in der Lage gewesen, sich ohne fremde Hilfe zu befreien und hatte sich in den hinteren Teil des Autos gerettet, wo ihr bereits das Wasser bis zum Hals stand.

„Glücklicherweise kippte das Auto durch das Gewicht des Motors nach vorne, so dass der hintere Fußraum nicht unter Wasser war“, schildert der Ersthelfer im Nachgang, „Ein paar Tage danach regnete es stark und der Wasserstand stieg locker um 30 cm. Dann hätte der Unfall auch anders ausgehen können.“

Nur durch Christoph Kruses vorbildliches Handeln an diesem Tag konnte die Fahrerin den kurz darauf eintreffenden Rettungskräften übergeben werden und musste nicht noch länger in dem gefluteten Unfallwagen ausharren. Deshalb wird Christoph Kruse für seinen Einsatz mit dem Titel „Held der Straße“ des Monats November 2017 gewürdigt.

Goodyear und der AvD suchen Monat für Monat mutige und selbstlose Heldinnen und Helden wie Andrea Hübner. Unterstützt wird die Aktion unter der Schirmherrschaft des Bundesverkehrsministers Alexander Dobrindt von der Zeitschrift TRUCKER. Zahlreiche Helden im Straßenverkehr bleiben oft unentdeckt. Deshalb sind auch alle angesprochen, die einen möglichen „Held der Straße“ kennen und vorschlagen möchten. Nominierungen können auf www.held-der-strasse.de eingereicht werden.

Weitere Beiträge zu den Themen: 

Heute am meisten gelesen

Einsatzfahrzeuge an der Unfallstelle an der Ruhrstraße (Foto: FW Heiligenhaus)

Einsatzfahrzeuge an der Unfallstelle an der Ruhrstraße (Foto: FW Heiligenhaus)

Am vergangenen Wochenende rückten die Einsatzkräfte der Feuerwehren und Rettungsdienste zu zahlreichen wetterbedingten Einsätzen aus.

So macht die Batterie auch bei Eiseskälte nicht schlapp: vier Schritte, um richtig Starthilfe zu geben. (Foto: GTÜ)

Besonders in der kalten Jahreszeit kann es manchen Autofahrer erwischen: Der Motor springt nicht mehr an. Meist ist eine zu schwache oder entladene Batterie die Ursache.

In der FEUERWEHR lesen Sie:

Rettungswagen der WF LEAG: Über Stock und Stein
Innovativ: Neue Feuerwehrhäuser
Nach Unwetter: Zugentgleisung im Zeitzgrund
Fahrzeuglackierungen: In Gedenken an den 11. September
Einsatz unter Tage: Die Grubenwehr in Tirol – ein Porträt

Neuen Kommentar schreiben