Feuerwehren sind bunt

Die Antwort des Landesfeuerwehrbands Mecklenburg-Vorpommern auf die Behauptung des Anklamer Rechtsextremismus-Experten Günther Hoffmann in der Samstagausgabe der Ostsee-Zeitung, dass bei einem konsequenten Vorgehen gegen die Rechten in den Freiwilligen Feuerwehren des Landes Mecklenburg-Vorpommern diese kein Personal mehr hätten.

Das Feuerwehrwesen in Deutschland hat sich der Toleranz, der Offenheit und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung verpflichtet. Schon in der politischen Zielsetzung hat der Deutsche Feuerverband die Integration als Ziel definiert.

Natürlich folgt der Landesfeuerwehrverband Mecklenburg-Vorpommern mit seinen Unterorganisationen diesem Vorbild, denn nicht nur einem hilfesuchenden Menschen wird ungeachtet seiner Hautfarbe, seiner Herkunft oder seiner Religion die Hilfe der Feuerwehren zuteil, auch die Organisationen „Freiwillige Feuerwehr“ und „Jugendfeuerwehr“ stellen sich offen fremdenfeindlichen und neonazistischen Bewegungen in den Weg.

Der Landesfeuerwehrverband als Dachorganisation der Freiwilligen Feuerwehren in unserem Land hat in seiner Mustervorlage zur Satzung einer Freiwilligen Feuerwehr eben diese Grundsätze verankert. Und hundertfach, wenn nicht tausendfach wurde diese Satzung von den Feuerwehren in den Gemeinden übernommen und in das Denken der Brandschützer integriert. Jeder Feuerwehrmann, der der Institution „Freiwillige Feuerwehr“ beitritt, verpflichtet sich diesen humanistischen und selbstverständlichen Grundsätzen.

Deswegen distanziert sich der Landesfeuerwehrband Mecklenburg-Vorpommern von einem Bericht aus der Ostsee-Zeitung vom 27./28. August 2016, in der die politische Neutralität ganzer Feuerwehren in Frage gestellt wird.

Natürlich gibt es in Mecklenburg-Vorpommern immer wieder Tendenzen für Radikalisierungen und Versuche der Unterwanderung von ehrenamtlich tätigen Organisationen, nicht nur in der Feuerwehr.

Doch der Landesfeuerwehrverband arbeitet unter anderem mit dem Projekt Funkstoff aktiv an der Demokratieentwicklung und schult zum Beispiel in der Jugendwarte-Ausbildung landesweit die zukünftigen Ausbilder der Kinder und Jugendlichen in den Feuerwehren. Auch das Projekt „Unsere Welt ist bunt“ der Deutschen Jugendfeuerwehr ist Teil der Jugendarbeit im Land.

Landesfeuerwehrverband Mecklenburg-Vorpommern e. V.

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