Feuerwehr und Rettungskräfte in der dritten Dimension

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Virtual Fires Kongress bringt 2014 ein Special zu neuen Ansätzen in der Nachwuchssicherung.

Foto: e-semble

Das Virtual Dimension Center (VDC) – Technologiezentrum (TZ) St. Georgen veranstaltet vom 22. bis 23. Mai zum neunten Mal in Zusammenarbeit mit der Visenso GmbH, Stuttgarter Anbieter von Visualisierungs- und Virtual Reality (VR)-Software und -Komplettlösungen, den Virtual Fires Kongress in St. Georgen/Schwarzwald. Die „Digitalisierung in Ausbildung und Training – E-Action-Learning“ steht im Fokus der Fachtagung, die sich an Fach- und Führungskräfte von Berufs-, Werks- und Freiwilligen Feuerwehren, Hilfs- und Rettungsdiensten, Trainingszentren und Schulen sowie an Institutionen aus dem Bereich Katastrophenschutz und die Polizei richtet.

Mit dem Special „Neue Ansätze in der Nachwuchssicherung für (Berufs-)Feuerwehren und Rettungsdienste“ wollen die Veranstalter in diesem Jahr aufzeigen, wie durch innovative Trainingsmethoden mehr Menschen für eine Arbeit in diesen Bereichen gewonnen werden können. „Den Brand-Bekämpfern fehlt der Nachwuchs“, erklärt Martin Zimmermann, Vorstand VDC TZ St. Georgen. „Durch moderne Ausbildungs- und Trainings-Technologien wie Simulation, Thermodynamik und Virtuelle Realität möchten wir junge Menschen wieder für Feuerwehr- und Rettungskräfteberufen und mehr Engagement in Vereinen begeistern. Nur so können wir auch in Zukunft eine flächendeckende Hilfe im Gefahrenfall gewährleisten.“

Virtuell den Ernstfall üben Die Digitalisierung ist weiter auf dem Vormarsch – auch in der Welt von Krisen- und Notfallübungen im Brand- und Katastrophenschutz. Damit Feuerwehr und Rettungskräfte im Ernstfall über eine möglichst hohe Handlungssicherheit verfügen, können computergestützte Trainingssimulationen die praktischen Übungen sinnvoll ergänzen. Hierbei werden u.a. der Einsatzort und Verletzte realitätsnah nachgestellt. Komplexe Situationen können virtuell durchgespielt werden, indem die Einsatzkräfte verschiedene Rollen einnehmen und die Konsequenzen von Fehlverhalten aufgezeigt werden. Zudem ist das virtuelle Training weder orts- noch zeitabhängig.

Vorbild Down Under

Die Feuerwehrstationen in Australien haben die Vorteile virtueller Trainingssimulationen bereits erkannt. Aufgrund der teilweise großen Entfernungen zwischen den einzelnen Feuerwachen ist man dort auf online verfügbare Schulungssoftware angewiesen. Das niederländische Unternehmen E-Semble, Delft, entwickelt entsprechende Simulationssoftware für die Ausbildung, das Training und die Examinierung von Einsatzkräften. „3D-Simulationen bieten eine realistische und interaktive Lernumgebung und stellen damit eine ideale Ergänzung im Rahmen der praktischen Ausbildung dar“, sagt Steven Lohman, Co-founder and Director of Products and Services bei E-Semble. „Mit der Virtual Reality Trainingssoftware XVR sorgen wir dafür, dass die Anwendung von virtueller Simulation für jeden BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben)-Ausbilder möglich wird.“ Als besonderes Highlight wird es auf dem Virtual Fires Kongress 2014 eine Live-Session mit einer Australischen Feuerwehreinheit geben, die die Virtual Reality Trainingssoftware XVR von E-Semble in der Ausbildung einsetzt.

Neben E-Semble beteiligen sich zudem weitere Unternehmensvertreter und Wissenschaftler mit Best-Practice-Beispielen aus Praxis und Forschung am Vortragsprogramm des ersten Kongresstages. In der begleitenden Kongress-Ausstellung werden innovative Simulations- und Visualisierungstechnologien vorgestellt.

Auf Exkursion durch Simulation und Virtuelle Realität

Im Rahmen der Exkursion am zweiten Kongresstag geht es für die Teilnehmer nach einem Stopp bei der Böblinger Feuerwehr, die bereits seit längerem auf computerbasierte Anwendungen zur Schulung der Feuerwehrkräfte setzt, ins Zentrum für Virtuelles Engineering (ZVE) am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) in Stuttgart. Der Tag endet mit einem Besuch im Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS).

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