Der Bereitstellungsraum – eine Übung wert
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Im Katastrophenschutz muss jeder Schritt sitzen, damit das Ziel überschritten werden kann. Organisationsübergreifende Zusammenarbeit, Logistik, Stabsarbeit – all das sollte geübt werden. Auch die Organisation an einem Bereitstellungsraum. Die KatS-Einheiten in Bad Kreuznach machten genau das zum Thema einer speziellen Großübung.
In der Vorbereitung auf Großschadenlagen sollte jeder Teilaspekt geübt werden, der im Ernstfall den Unterschied zwischen Einsatzerfolg und -misserfolg ausmachen kann. Auch die Lage, Organisation und Struktur an einem Bereitstellungsraum. So geschehen in Bad Kreuznach (gleichnamiger LK, RLP), wo eine entsprechender Großübung auf der Pfingstwiese stattfand.
Grundbegriff: der Bereitstellungsraum
Als sogenannten „Bereitstellungsraum“ bezeichnet man einen Ort, an dem zentral Einsatzkräfte, Material, Fahrzeuge zusammengeführt und für den Einsatz bereitgehalten werden. Man kennt Bereitstellungsräume von größeren Einsatzlagen, aber auch im Katastrophenfall. Bei einer solchen Großschadenlage ist auch der Bereitstellungsraum entsprechend größer – und herausfordernder.
Der Bereitstellungsraum fungiert als ein Sammelpunkt möglichst nahe am Einsatzort, aber außerhalb des Gefahrenbereichs. Von hier aus gelangen die Mannschaften und das Material schneller an Ort und Stelle und können bereits einsatzbereit gehalten werden, wenn man sie zwar noch nicht sofort, aber absehbar in näherer Zeit benötigen wird.
Das erfordert auch einige Vorbereitung und Arbeit. Einerseits aufgrund der schieren Logistik. Alle Fahrzeuge, Geräte und Personen müssen anfahren bzw. herangeschafft werden, Platz und sinnvolle Strukturen finden. Dazu gehören auch die Verpflegung, Instandsetzung und Erholungsmöglichkeiten. Andererseits für die Ordnung: Die Einsatzmittel in einem Bereitstellungsraum sind in der Regel sortiert, z. B. nach Art, Funktion oder Einheitszugehörigkeit.
In die Praxis: die Übung
Im Rheinland-Pfälzischen Bad Kreuznach trainierten am 15. März 2025 mehrere Einheiten des Katastrophenschutzes die Einrichtung eines Bereitstellungsraums auf der Pfingstwiese. Durch diese Übung sind echte Großschadenlagen besser vorbereitet und verschiedene Einsatzkräfte konnten dabei effektiv zusammenarbeiten. Dadurch haben sie ihre Abstimmung untereinander verbessern können und waren in der Lage, Herausforderungen für die organisationsübergreifende Koordination zu identifizieren und zu bewältigen. Denn der Maßstab war groß: 58 Einsatzfahrzeuge und 183 Einsatzkräfte aus mehreren Landkreisen und Städten nahem an der Übung teil.
Darunter beispielsweise Feuerwehren aus den Landkreisen Alzey-Worms, Bad Kreuznach, Mainz-Bingen und Rhein-Hunsrück sowie aus Mainz und Worms. Auch das THW Bad Kreuznach, das Deutsche Rote Kreuz und der Rettungsdienst Corneli waren in die Übung eingebunden.
Einsatzleitung fit für Katastrophen
Bei der Übung trainierte beispielsweise die 16-köpfige Technische Einsatzleitung, den Bereitstellungsraum einzurichten und zu führen. Elf weitere Einsatzkräfte (VG Nahe-Glan und VG Rüdesheim) leisteten ihnen tatkräftige Unterstützung, indem sie die anfahrenden Fahrzeuge registrierten. Das „Team Medien“ aus Bad Kreuznach nutzte die Chance, die Übung zu dokumentieren und betreute Pressevertreter/-innen sowie Gäste. Sie beobachteten auch die Sozialen Medien, um so beispielsweise schnell aufkommende Fragen oder Kommentare zur Übung beantworten zu können. Auch die Drohneneinheit des Landkreises war involviert und erstellte Luftaufnahmen.
Werner Hofmann (Brand- und Katastrophenschutzinspekteur LK Bad Kreuznach) dankte den Teilnehmenden ebenso wie den Helferinnen und Helfern. Teilnehmern und Helfern. Man habe erneut zeigen können, wie gut man auch über Kreisgrenzen und Organisation hinweg zusammenarbeite, so Hofmann.
Quellen
- Team Medien Bad Kreuznach
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