Große Übung am Leckage-Kesselwagen
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An mehreren Tagen übten verschiedene Einheiten aus den Landkreisen um Bad Kreuznach am Kesselwagen eines Gefahrgutübungszugs und erlernten dabei gezielt den Umgang mit Gefahren im Bahnbereich. Die Mischung aus Theorie und Praxis brachte den Feuerwehrleuten nicht nur neue Erfahrungen, sondern auch gute Möglichkeiten, sich mit anderen Einheiten zu vernetzen.
Zwischen dem 18. und dem 20. März 2025 fand im Landkreis Mainz-Bingen (RLP) eine großangelegte Ausbildung an einem Gefahrgutübungszug der Deutschen Bahn statt. Das Ziel: die Einsatzkräfte auf den sicheren Umgang mit Gefahrguttransporten auf der Schiene vorzubereiten. Über drei Tage hinweg übten jeweils zwei Gruppen mit bis zu 20 Teilnehmer/-innen abwechselnd am Vormittag bzw. Nachmittag.
Kreisübergreifende Vernetzung ermöglicht
Verbandsübergreifend nahmen verschiedene Einheiten an der Übung teil. Die Übung an dem Gefahrstoffzug ist für 16 Personen möglich. Zu ihnen zählten Angehörige der Verbandsgemeinden Nahe-Glan, Kirner-Land und Langenlonsheim-Stromberg sowie der Stadt Bad Kreuznach. Zur Unterstützung der Ausbildung brachte sich zudem die Berufsfeuerwehr Mainz mit einem Löschfahrzeug ein, der Landkreis Bad Kreuznach stellte einen Gerätewagen Gefahrgut (GWG) sowie einen Gerätewagen Messtechnik (GW-Mess) auf.
Zu Beginn begrüßte der Gefahrstoffzugführer des Landkreises Mainz-Bingen Franz Polzer die Teilnehmenden. Auch der Brand- und Katastrophenschutzinspekteur (BKI) Werner Hofmann aus dem Nahe-Landkreis schaute bei der Ausbildung vorbei, machte sich ein Bild vor Ort und dankte allen Teilnehmer/-innen für die Übungsbereitschaft.
Zum Ausbildungsablauf
Die Ausbildung gliederte sich in drei Teile. Begonnen wurde mit dem Theorievortrag über die Erkennung von Gefahrguttransporten und möglichen Unregelmäßigkeiten. Der Schwerpunkt lag auf den speziellen Anforderungen und Gefahren auf der Schiene. Im Anschluss fand eine praktische Ausbildung am Armaturenkesselwagen statt, wo die Funktionsweise der Armaturen und Sicherheitsvorkehrungen nähergebracht wurden. Der letzte Teil fokussierte die praktische Anwendung am Kesselwagen. Am Übungsmodell können bis zu neun Leckagen simuliert werden. Hier übten die Teilnehmenden das Abdichten von Leckstellen. Ein Übungsleiter arbeitete direkt mit dem Geschehen, indem er ein realistisches Übungs-Szenario einbrachte, das er mit einem DB-Mitarbeiter umsetzte.
Nichts geht ohne CSA
Im Rahmen der praktischen Übung machten sich vier Trupps im Chemikalienschutzanzug bereit, um die Leckagen unter realistischen Bedingungen abzudichten. Der Schwerpunkt lag auf der Teamarbeit und der Koordination zwischen den Einheiten. Dabei stellte sich heraus, dass die Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten, darunter die BF Mainz sowie die verschiedenen Verbandsgemeinden und Städte, vorbildlich funktionierte.
Zukunftsweisend für die Zusammenarbeit
Die mehrtägige Ausbildung half allen Beteiligten ihre theoretischen Kenntnisse sowie ihre praktischen Fähigkeiten zu stärken und ihre Einsatzbereitschaft im Gefahrgutbereich zu gewährleisten. Die Veranstaltung bot nicht nur eine tolle Gelegenheit zur Weiterbildung, sondern stärkt auch nachhaltig die Vernetzung und Zusammenarbeit der beteiligten Einheiten. Vielen Dank an die Organisatoren und allen Beteiligten der großangelegten Übung. Hier zeigt sich wieder einmal, wie wichtig und effektiv eine fundierte Vorbereitung für den Ernstfall ist.
Quelle
- Katastrophenschutz Landkreis Bad Kreuznach – Team Medien
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