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FEUERWEHR | RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN
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Eine Mitarbeiterin eines Hotels am Iserlohner Reiterweg, welche einen stark stechenden Geruch aus einem Hotelzimmer wahrnahm und anschließend über Augen- und Atemwegsreizungen klagte, alarmierte die Leitstelle des Märkischen Kreises (NRW). Bereits beim Eintreffen des Löschzuges der Berufsfeuerwehr Iserlohn meldeten sich weitere betroffene Personen mit ähnlichen Beschwerden.

Da bei diesem Alarm, der am Mittwochmorgen, den 5. August 2026 gegen 9.30 Uhr abgesetzt wurde, zunächst von einem unklaren Gefahrstoffaustritt ausgegangen werden musste, wurden weitere Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sowie zusätzliche Einheiten des Rettungsdienstes im Rahmen des Einsatzstichwortes „Massenanfall von Verletzten“ nachalarmiert.
Die Feuerwehr ließ das Gebäude räumen und betrat es anschließend nur noch unter Atemschutz. Im Zuge der Erkundung wurde zunächst die Gasversorgung des Gebäudes abgeschaltet. Anschließende Messungen ergaben dann aber stark erhöhte Ammoniakwerte.

Daraufhin richteten die Einsatzkräfte einen Dekontaminationsplatz ein und erkundeten den Bereich mit den höchsten Messwerten unter Chemikalienschutzanzügen. Hier konnte ein defekter Kühlschrank als Ursache für den Ammoniakaustritt ausfindig gemacht wurden, welcher ins Freie verbracht und dort mittels Wasser benetzt wurde, um den Austritt zu unterbinden. Anschließend wurde das Gebäude umfassend belüftet und nach abschließenden Messungen wieder freigegeben.

Insgesamt wurden acht Betroffene durch den Rettungsdienst versorgt, wovon fünf zur weiteren Versorgung in umliegende Krankenhäuser transportiert wurden. Hierbei erhielt die Feuerwehr Unterstützung durch den Rettungsdienst aus Menden, Altena und Lüdenscheid sowie durch eine Leitende Notärztin des Märkischen Kreises.


Die Feuerwehr war in der Spitze mit rund 80 Einsatzkräften im Einsatz. Neben der Berufsfeuerwehr waren die Löschzüge Mitte und Nord der Freiwilligen Feuerwehr, Teile des Löschzuges Süd, die Sondereinheit Funk sowie der Kreisbrandmeister beteiligt. Während des über vier Stunden andauernden Einsatzes stellte der Löschzug West den Grundschutz für das Stadtgebiet von der Feuer- und Rettungswache an der Dortmunder Straße aus sicher.
Joel Remscheidt, Feuerwehr Iserlohn