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FEUERWEHR | RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN
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Der Löschzug der Berufsfeuerwehr Kassel (HE) wurde zu einer Rauchentwicklung in einem Gebäude in der Ihringshäuser Straße alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte vor Ort eintrafen, befand sich ein Teil des ca. 400 m² großen Werkstatt- und Verwaltungsgebäudes bereits im Vollbrand. Die schnelle Brandausbreitung konnte durch die eintreffenden Kräfte zu Beginn auch aufgrund von starken Winden und eingeschränkter Löschwasserversorgung nur schwer bekämpft werden, sodass sich das Feuer auf die beiden benachbarten Brandabschnitte ausbreitete.
Die Meldung war am Dienstag, den 14. April 2026, gegen 10 Uhr vormittags eingegangen. Bereits auf der Anfahrt war eine große schwarze Rauchsäule sichtbar und es wurde den anrückenden Kräften mitgeteilt, dass ggf. noch Personen im Gebäude zu retten sind. Unverzüglich wurde daraufhin das Alarmstichwort erhöht und es wurden umfassend Einsatzkräfte aus Stadt und Landkreis nachalarmiert.


Mit insgesamt rund 180 Einsatzkräften der Feuerwehren und rund 60 Einsatzkräften des Rettungs- , Sanitäts- und Betreuungsdienstes wurde über mehrere Stunden dafür gekämpft, dass sich der Brand nicht auf benachbarte Firmengebäude sowie den letzten Teil der Halle, der noch nicht betroffen war, ausbreitete. Dies gelang dank der großartigen Zusammenarbeit aller Kräfte vor Ort.
Die Einsatzkräfte mussten über lange Wegstrecken eine Wasserversorgung aus der Ihringshäuser und der Simmersäuser Straße sowie angrenzenden Löschwasserzisternen aufbauen, um effektiv über die Wenderohre der eingesetzten drei Drehleitern, den mobilen Wasserwerfer sowie fünf Strahlrohre im Innen- und Außenangriff Löschmaßnahmen durchführen zu können. Aus diesem Grund waren die Straßen über mehrere Stunden voll gesperrt.

Durch den Teileinsturz des Gebäudes musste – um alle Brandstellen und Glutnester erreichen zu können – ein Abrissbagger eingesetzt werden, der alle restlichen und einsturzgefährdeten Gebäudeteile abriss und die Brandstellen unter den Wellblechdachplatten freilegte. Auch Maschinen, Fahrzeuge und Werkzeuge wurden durch das Feuer komplett zerstört und unbrauchbar.

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die angrenzende Bevölkerung mittels der einschlägigen WarnApps gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Messergebnisse aus angrenzenden Bereichen waren jedoch unbedenklich, sodass keine weitere Gefährdung bestand.
Während des Einsatzes klagten 30 Personen über Atembeschwerden und wurden vom Rettungsdienst gesichtet. Außerdem verletzten sich zwei Feuerwehrangehörige und wurden zur Behandlung ins Krankenhaus transportiert.
Im Einsatz waren Feuerwehrleute der Berufsfeuerwehr Kassel sowie der Freiwilligen Feuerwehren Kassel Stadt, Fuldatal, Vellmar, Baunatal, Wolfhagen, Hofgeismar, Kaufungen, Helsa und Kräfte der Werkfeuerwehr Airport Calden. Hinzu kamen Kräfte des DRK Kassel, des ASB Kassel, der JUH Kassel, außerdem der Brandschutzaufsichtsdienst des Landkreises Kassel sowie des Regierungspräsidiums, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst und der Leitende Notarzt.
Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Löschmaßnahmen an die Kriminalpolizei zur Ermittlung der Brandursache übergeben.
Tobias Winter, Feuerwehr Stadt Kassel