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Bundesweite Aktionen zur Nachwuchsgewinnung – Girls‘ Day bei der Feuerwehr

Im ganzen Bundesgebiet veranstalten Freiwillige und Berufsfeuerwehren jedes Jahr Aktionstage, um Kinder und Jugendliche für eine aktive Mitgliedschaft zu begeistern. Der Girls‘ Day richtet sich natürlich besonders an weibliche Interessentinnen, aber auch Jungen sind vielerorts bei den Informationsveranstaltungen, Praxisübungen und Alltagseinblicken willkommen. Wir präsentieren Beispiele von vier Standorten.

Feuerwehr hautnah: Teilnehmende des Girls‘ Day in München vor dem Kranwagen. (Foto: Feuerwehr München)
Feuerwehr hautnah: Teilnehmende des Girls‘ Day in München vor dem Kranwagen. (Foto: Feuerwehr München)

Feuerwehr Heiligenstadt

Der Aktionstag der Feuerwehr Heiligenstadt im thüringischen Landkreis Eichsfeld richtete sich nicht an kleinere Kinder, sondern explizit erst an Mädchen, die mindestens die fünfte Klasse besuchen. Ihnen wurde Gelegenheit gegeben, einen Tag bei der Feuerwehr zu verbringen und dabei zu erfahren, welche Aufgaben auf eine Feuerwehrfrau warten. Natürlich gehörten dazu auch Erklärungen zur Technik und zu den Geräten, die im Einsatz benötigt werden. Die Teilnehmerinnen hatten die Möglichkeit, selbst mit diesen Geräten zu arbeiten – eine spannende Herausforderung, mit der Begeisterung für den Beruf oder das Ehrenamt geweckt werden sollte.

Mit Feuerwehraxt und Pressluftatmer: Die jungen Teilnehmerinnen durften in Heiligenstadt ganz praxisnah die Einsatzmittel der Feuerwehr erleben. (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt)
Mit Feuerwehraxt und Pressluftatmer: Die jungen Teilnehmerinnen durften in Heiligenstadt ganz praxisnah die Einsatzmittel der Feuerwehr erleben. (Foto: Feuerwehr Heiligenstadt)

Feuerwehr Ratingen

Das sorgfältig vorbereitete Programm der Feuerwehr Ratingen (Kreis Mettmann, NRW) bot den teilnehmenden Schülerinnen und Schülern gleich zu Beginn des Aktionstages einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Einsatzbereiche der Feuerwehr. Es folgte eine anschauliche Einführung in die Brand- und Löschlehre. Experten des vorbeugenden Brandschutzes erklärten anschaulich, wie Brände entstehen und welche Löschmethoden tatsächlich effektiv sind. Das frisch gewonnene Wissen konnten die Teilnehmenden direkt bei einer praktischen Übung mit Feuerlöschern unter Beweis stellen – hier war Mut definitiv gefragt!

Im Bereich Rettungsdienst stand ein Rettungswagen im Mittelpunkt. Die Jugendlichen hatten die Gelegenheit, das Fahrzeug genau zu erkunden und selbst auszuprobieren, wie man eine Trage korrekt handhabt. Auszubildende zum Notfallsanitäter stellten ihren Beruf vor und vermittelten praktische Handgriffe, die die jungen Besucher/-innen aktiv erlernten.

Lebensrettende Maßnahmen: Jugendliche trainierten an Puppen die Herzdruckmassage. (Foto: Feuerwehr Ratingen)
Lebensrettende Maßnahmen: Jugendliche trainierten an Puppen die Herzdruckmassage. (Foto: Feuerwehr Ratingen)

Anschließend zeigten Feuerwehrleute, wie man sich in verrauchten Räumen sicher bewegt und gaben wertvolle Tipps für den Ernstfall. Auf dem Hof der Feuerwache wartete eine besondere Herausforderung für die Geschicklichkeit: Mit hydraulischem Werkzeug mussten die Teilnehmenden einen Tischtennisball transportieren. Komplett ausgestattet mit Einsatzkleidung, erlebten sie gemeinsam mit der Besatzung eines Löschfahrzeugs hautnah die abwechslungsreichen Aufgaben der Feuerwehr. Natürlich durfte auch eine Fahrt mit dem „Königsfahrzeug“ – der Drehleiter – nicht fehlen.

Feuerwehr Velbert

Ebenfalls im nordrhein-westfälischen Kreis Mettmann liegt Velbert, wo die Feuerwehr am Boys‘ and Girls‘ Day auch für männliche Interessierte ihre Türen öffnete. Im Laufe des Tages lernten die insgesamt sieben teilnehmenden Jugendlichen die vielfältigen Aufgabenbereiche der Feuerwehr kennen. Der Leiter der Feuerwehr Velbert, Manuel Schoch, hieß die Jugendlichen persönlich willkommen. Auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Velbert, Larissa Hilverkus, nahm an der Veranstaltung teil und unterstrich die Bedeutung des Aktionstages für die berufliche Orientierung junger Menschen.

Neben der Brandbekämpfung und Hilfeleistung standen insbesondere auch die Tätigkeiten im Rettungsdienst im Fokus. Die Jugendlichen konnten Einsatzfahrzeuge aus nächster Nähe betrachten, Ausrüstungsgegenstände kennenlernen und erhielten anschauliche Erklärungen zu Einsatzabläufen. Darüber hinaus hatten sie die Möglichkeit, einzelne Tätigkeiten auch selbst praktisch auszuprobieren und so einen noch intensiveren Eindruck vom Berufsalltag zu gewinnen.

Spannende Einblicke: Einsatzfahrzeuge wurden erklärt und konnten aus nächster Nähe angeschaut werden. (Foto: Feuerwehr Velbert)
Spannende Einblicke: Einsatzfahrzeuge wurden erklärt und konnten aus nächster Nähe angeschaut werden. (Foto: Feuerwehr Velbert)

Ein weiterer Bestandteil des Tages orientierte sich am normalen Wachalltag: Gemeinsam wurde das Mittagessen zubereitet. So konnten die Jugendlichen auch die gemeinschaftliche Seite des Feuerwehrdienstes hautnah erleben.

Pizza auf dem Speiseplan: Gemeinsames Kochen und Essen stärkt die Kameradschaft – nicht nur in Velbert. (Foto: Feuerwehr Velbert)
Pizza auf dem Speiseplan: Gemeinsames Kochen und Essen stärkt die Kameradschaft – nicht nur in Velbert. (Foto: Feuerwehr Velbert)

Begleitet wurde die Gruppe durch den Tag von Leonie Ritter, Anwärterin der Feuerwehr Velbert, Tom-Linus Mück, FSJler der Feuerwehr Velbert sowie Marcel Borowski, Ausbildungsleiter der Feuerwehr Velbert. Alle Drei vermittelten praxisnah und engagiert die Inhalte und standen den Jugendlichen für Fragen rund um Ausbildung und Berufsalltag zur Verfügung.

Feuerwehr München

Die Branddirektion der bayerischen Landeshauptstadt nahm beim Girls‘ Day mit einem umfangreichen Programm auf Feuerwachen im ganzen Münchner Stadtgebiet teil. Auf sieben Feuerwachen konnten zahlreiche Mädchen an mehreren Stationen klassische Feuerwehrarbeit erleben und auch selbst ausprobieren.

Dazu gehörte das Kennenlernen der Wachen, des Fuhrparks, aber auch eingespielter Abläufe, bspw. bei einer Alarmierung. Was eine Feuerwehrfrau nach einer solchen Alarmierung erwarten kann, wurde bei bestem Wetter ausführlich demonstriert und von allen Mädchen mit Begeisterung getestet. Wichtige Maßnahmen bei der Versorgung von schwer verletzten oder erkrankten Personen, wie die Reanimation, der Löschangriff mit Feuerlöscher oder Strahlrohr sowie die technische Hilfeleistung mit Schere und Spreizer gehörten auf allen Wachen zum Pflichtprogramm.

Auch die Spezialeinheiten der Berufsfeuerwehr konnten sich an ihren Standorten präsentieren: Die Höhenrettungsgruppe der Wache 8 zeigte ihr Können ebenso wie die Wasserrettungsgruppe der Wache 6 oder die Kranspezialist/-innen der Wache 9 in Neuperlach.

In luftiger Höhe: Die Höhenrettungsgruppe der Münchner Feuerwache 8 präsentierte ihren speziellen Aufgabenbereich. (Foto: Feuerwehr München)
In luftiger Höhe: Die Höhenrettungsgruppe der Münchner Feuerwache 8 präsentierte ihren speziellen Aufgabenbereich. (Foto: Feuerwehr München)

Auf der Feuerwache 3 erklärte die IT-Abteilung der Branddirektion, was im Hintergrund nötig ist, damit diese Einheiten in den Einsatz gehen können. Von der Telefonie beim Notruf über Funk und Datenübertragung bis zu Brandmeldeanlagen: Oft ist nicht auf den ersten Blick erkennbar, welche vielfältigen Themen die Feuerwehr selbst abdecken muss.

Fazit

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Kolleginnen und Kollegen sowie Kameradinnen und Kameraden, die diesen Tag überall mit großem Engagement begleitet haben. Ihr Einsatz ist entscheidend, um das Interesse an Feuerwehr und Rettungsdienst zu wecken und junge Menschen für diese wichtigen Berufe zu begeistern.

Der Girls‘ Day ist für die Feuerwehren eine ideale Möglichkeit, sich speziell an eine weibliche Zielgruppe zu wenden und sich dabei als mögliche Arbeits- und Ausbildungsstelle zu präsentieren. Ob frisch von der Schule, nach einer Ausbildung oder einem Studium: Die mittlerweile zahlreichen neuen und altbewährten Einstiegswege ermöglichen nahezu jeder Frau den Weg in eine hauptberufliche oder ehrenamtliche Tätigkeit bei der Feuerwehr.

Pressestellen Feuerwehr Ratingen, Feuerwehr Velbert (Marcel Borowski), Feuerwehr Heiligenstadt (Johannes Lurch), Feuerwehr München (pes)