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Kategorie Kinderzeichnungen gewinnt die „Runter vom Gas“-Abstimmung

Pressekonferenz: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (r.) und DVR-Präsident Manfred Wirsch gaben am 21. Juni das Ergebnis der Abstimmung über die Plakatmotive bekannt. (Bild: ©Runter vom Gas)
Pressekonferenz: Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (r.) und DVR-Präsident Manfred Wirsch gaben am 21. Juni das Ergebnis der Abstimmung über die Plakatmotive bekannt. (Bild: ©Runter vom Gas)

Kinder werden neue Plakatserie mitgestalten

Nach fast drei Wochen öffentlicher Abstimmung zu drei verschiedenen Kategorien für neue „Runter vom Gas“-Plakate gaben Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) e. V., Manfred Wirsch, das Ergebnis am 21. Juni 2026 bekannt, dem Tag der offenen Tür der Bundesregierung: Die Kategorie „Kinderzeichnungen“ wird künftig auf bis zu 700 Flächen entlang der deutschen Autobahnen zu sehen sein.

Dafür starten nun das Bundesministerium für Verkehr und der DVR eine bundesweite Mitmachaktion. Kinder in ganz Deutschland können bis zum 7. Juli 2026 eigene Zeichnungen zum Thema Verkehrssicherheit einreichen. Die besten Einsendungen können dann die ursprünglich mit KI gestalteten Motive durch echte Kinderzeichnungen ersetzen. Zusätzlich werden alle ausgewählten Beiträge in einer Onlinegalerie auf der Website von „Runter vom Gas“ veröffentlicht.

Klarer Sieger: Die Kategorie „Kinderzeichnungen“, hier noch ein mit KI erstelltes Motiv, kam bei der Bevölkerung am besten an. Nun können Kinder aus ganz Deutschland ihre eigenen Zeichnungen einreichen. (Bild: DVR/Scholz & Friends)

Kinderperspektive für mehr Verkehrsverantwortung

Hinter den „Kinderzeichnungen“ belegten die „Totenillustrationen“ Platz zwei. Die „Leichensäcke“ landeten mit etwas Abstand auf dem dritten Platz. Die Gewinnerserie setzt bewusst auf die Perspektive von Kindern: handgezeichnete Motive, die auf einfache und emotionale Weise für Rücksicht und Verantwortung im Straßenverkehr sensibilisieren.

Eindeutige Botschaft: Rasen ist doof – das sollte eigentlich auch den Erwachsenen klar sein. (Bild: DVR/Scholz & Friends)
Eindeutige Botschaft: Rasen ist doof – das sollte eigentlich auch den Erwachsenen klar sein. (Bild: DVR/Scholz & Friends)

Für die Kampagne „Runter vom Gas“ liefert das Ergebnis wichtige Erkenntnisse, wie Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder erklärt: „Die ‚Kinderzeichnungen‘ haben die Abstimmung klar gewonnen. Das zeigt, dass der Wunsch nach emotionalen, berührenden Botschaften groß ist. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: Alle Kinder in Deutschland sind eingeladen, ihre eigenen Zeichnungen zur Verkehrssicherheit einzureichen. Diese echten Kinderperspektiven werden Teil der neuen Plakatserie entlang unserer Autobahnen. Damit holen wir die Stimmen der Jüngsten direkt in den öffentlichen Raum – sichtbar und wirksam für mehr Verkehrssicherheit.“

DVR-Präsident Manfred Wirsch betont die Bedeutung der öffentlichen Beteiligung: „Die Kinderzeichnungen wirken auf den ersten Blick leicht und unbeschwert. Gerade darin liegt ihre besondere Stärke. Mit einfachen Bildern erinnern sie an etwas, das im Straßenverkehr niemals selbstverständlich werden darf: Hinter jedem schweren Unfall stehen Menschen – Verletzte, Angehörige und oft lebenslange Folgen für ganze Familien. Die Botschaften richten sich deshalb eindringlich an die Erwachsenen und sie erinnern uns daran, dass wir mit unserem Verhalten Verantwortung für die Sicherheit aller tragen. Gleichzeitig wissen wir: Verkehrssicherheit gelingt nur gemeinsam. Sichere Infrastruktur, sichere Fahrzeuge und verantwortungsbewusstes Verhalten müssen zusammenwirken, damit alle sicher ankommen. Nur so kommen wir unserem Ziel der Vision Zero Schritt für Schritt näher: Alle kommen an. Niemand kommt um.“

Hintergrund zur Auswahl der Plakate

Im November 2025 waren Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, anzugeben, welche der vier häufigsten Unfallursachen auf Autobahnen sie besonders beschäftigt: Ablenkung, Abstand, unangepasste Geschwindigkeit sowie Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss. Darüber hinaus konnten sie eigene Botschaften für mehr Verkehrssicherheit einreichen.

Auf Grundlage dieser Beiträge wurden drei unterschiedliche Plakatserien entwickelt: „Kinderzeichnungen“, „Totenillustrationen“ und „Leichensäcke“. Über die finalen Entwürfe konnte die Öffentlichkeit anschließend in einer bundesweiten Onlineabstimmung entscheiden.

Mit dem Sieg der Serie „Kinderzeichnungen“ erhält die Beteiligung nun eine weitere Dimension: Kinder in ganz Deutschland sind eingeladen, eigene Zeichnungen zum Thema Verkehrssicherheit einzureichen. Die besten Einsendungen werden Teil der neuen „Runter vom Gas“-Plakatserie und ab Spätsommer entlang deutscher Autobahnen zu sehen sein.

Christoph Rieger, Pressesprecher Deutscher Verkehrssicherheitsrat (DVR) e.V.

Alle Informationen zur Mitmachaktion

(Bild: Runter vom Gas)
(Bild: Runter vom Gas)

Einsendeschluss für die Kinderzeichnungen ist der 05.07.2026.

Alle Infos und Hintergründe zur Publikumsbeteiligung finden sich auf:

www.runtervomgas.de

www.facebook.com/RunterVomGas

www.instagram.com/runtervomgas_offiziell

Hashtag: #DeinAutobahnplakat2026

Zur Kampagne „Runter vom Gas“

Initiatoren der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ sind das Bundesministerium für Verkehr (BMV) und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) e. V. Mit klaren Botschaften sensibilisiert „Runter vom Gas“ seit 2008 für die Risiken im Straßenverkehr sowie die vielfältigen Unfallursachen – und trägt dadurch zu mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen bei. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ist Kooperationspartner der Plakataktion.

Über den DVR

Der DVR ist Deutschlands unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit. Mit dem Ziel der Vision Zero („Alle kommen an. Niemand kommt um.“) setzt er sich für die gemeinsame Verantwortung aller Gesellschaftsgruppen ein, um den Straßenverkehr sicher zu machen. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.