Unsere Öffnungszeiten

Montag, Dienstag und Donnerstag
8.00 Uhr - 12.30 Uhr und 13.15 Uhr - 17.00 Uhr
Mittwoch
8.00 Uhr - 12.30 Uhr und 13.15 Uhr - 18.00 Uhr
Freitag
8.00 Uhr - 12.30 Uhr

Cover_800

Mehr aktuelle Beiträge und Einsatzberichte finden Sie in:

FEUERWEHR | RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN

Deutschlands große Feuerwehrzeitschrift

JETZT LESER/-IN WERDEN

Person nach Gebäudebrand in Waren (Müritz) vermisst

Die Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz) in Mecklenburg-Vorpommern wurde zu einem schweren Gebäudebrand in die Straße „Am Pappelgrund“ alarmiert. Eine Person wurde vermisst.

Schwere Gebäudeschäden: Aufgrund einer Explosion und eines schweren Gebäudebrandes war ein Giebel des Hauses weggerissen. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))
Schwere Gebäudeschäden: Aufgrund einer Explosion und eines schweren Gebäudebrandes war ein Giebel des Hauses weggerissen. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))

Wohnhaus in Vollbrand

In den frühen Morgenstunden von Montag, dem 31. August 2026, erfolgte die erste Alarmierung um 4.58 Uhr mit dem Einsatzstichwort „unklarer Feuerschein“. Bereits auf der Anfahrt war für die Einsatzkräfte erkennbar, dass sich das betroffene Wohnhaus in Vollbrand befand. Um 5.07 Uhr erfolgte eine Alarmierung weiterer Einsatzkräfte mit Hilfe der Sirene.

Früh am Morgen: Noch in der Dunkelheit begannen sofort die Löscharbeiten. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))
Früh am Morgen: Noch in der Dunkelheit begannen sofort die Löscharbeiten. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))

Bei dem Brandobjekt handelt es sich um ein Einfamilienhaus mit zwei Wohneinheiten. Im Zusammenhang mit dem Brand kam es zu einer Explosion, deren Ursache derzeit noch unklar ist. Durch die erhebliche Brandeinwirkung und die Explosion wurde u. a. ein Giebel des Gebäudes weggerissen. Das Obergeschoss brannte vollständig aus.

Akute Einsturzgefahr: Das Obergeschoss konnte von den Einsatzkräften nicht betreten werden. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))
Akute Einsturzgefahr: Das Obergeschoss konnte von den Einsatzkräften nicht betreten werden. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))

Vermisste Person lange nicht gefunden

Der Bewohner der Obergeschosswohnung wurde lange vermisst. Aufgrund der erheblichen Schäden bestand im Bereich des Obergeschosses akute Einsturzgefahr, sodass dieser Gebäudeteil durch die Einsatzkräfte nicht betreten werden konnte.

Erschwerte Bedingungen. Aufgrund der Einsturzgefahr erfolgte die Brandbekämpfung im Obergeschoss ausschließlich über die Drehleiter. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))
Erschwerte Bedingungen. Aufgrund der Einsturzgefahr erfolgte die Brandbekämpfung im Obergeschoss ausschließlich über die Drehleiter. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))

Das Erdgeschoss sowie der Keller wurden durch Einsatzkräfte durchsucht. Die vermisste Person konnte dort nicht festgestellt werden. Zur weiteren Suche wurde die Rettungshundestaffel Neubrandenburg mit fünf Einsatzkräften und drei Rettungshunden hinzugezogen. Die Hunde wurden zur Suche im Gebäude eingesetzt. Bis 9.40 Uhr konnte die vermisste Person nicht aufgefunden werden. Aufgrund der vorhandenen Brand- und Rauchgase musste die Suche mit den Hunden zunächst unterbrochen werden. Sobald es die Rauchentwicklung und die Bedingungen im Gebäude zulassen würden, war ein weiterer Sucheinsatz vorgesehen.

Angehörige der vermissten Person befanden sich an der Einsatzstelle und wurden durch die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) betreut. Aufgrund der Dauer und Intensität des Einsatzes wurde ein Sanitäts- und Betreuungszug zur Absicherung und Versorgung der eingesetzten Kräfte angefordert.

Drohneneinsatz

Zwischenzeitlich kam zudem eine Drohne mit Drohnenführern des Amtes Seenlandschaft Waren zum Einsatz, um die Einsatzstelle und insbesondere die schwer zugänglichen Gebäudebereiche aus der Luft zu erkunden. Die Stadtwerke Waren waren ebenfalls vor Ort und stellten die Gas- und Wasserversorgung des Gebäudes ab.

76 Einsatzkräfte und Beteiligte vor Ort

Mit Stand 9.20 Uhr waren einschließlich bereits erfolgter Ablösungen insgesamt 76 Einsatzkräfte und weitere Beteiligte in den Einsatz eingebunden:

Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz): 40 Einsatzkräfte

Freiwillige Feuerwehr Plasten: 10 Einsatzkräfte

Rettungsdienst: 6 Einsatzkräfte

Sanitätszug: 5 Einsatzkräfte

Polizei: 6 Einsatzkräfte

Rettungshundestaffel Neubrandenburg: 5 Einsatzkräfte

Psychosoziale Notfallversorgung: 1 Einsatzkraft

Stadtwerke: 2 Mitarbeiter

Stadtverwaltung/Stellvertretender Bürgermeister: 1 Person

Nachlöscharbeiten: Ab ca. 10 Uhr verblieben nur noch die Einsatzkräfte der FF Waren (Müritz) vor Ort. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))
Nachlöscharbeiten: Ab ca. 10 Uhr verblieben nur noch die Einsatzkräfte der FF Waren (Müritz) vor Ort. (Foto: Freiwillige Feuerwehr Waren (Müritz))

Mit Stand 9.50 Uhr dauerten die Restlöscharbeiten weiterhin an. Die Einsatzleitung bereitete zu diesem Zeitpunkt das schrittweise Herauslösen der nicht mehr benötigten Einsatzkräfte aus dem Einsatz vor.

An der Einsatzstelle verblieben zunächst die erforderlichen Kräfte der Feuerwehr Waren (Müritz) mit Drehleiter, Löschfahrzeug, Einsatzleitwagen und Hygiene-MTW sowie die Rettungshundestaffel und der Sanitätszug.

Das Bangen dauerte Stunden. Nach Pressemeldungen gab es kurz vor Mittag dann Gewissheit: Ein Toter wurde in dem stark zerstörten Haus gefunden.

Die Ursache des Brandes und der Explosion war zum Zeitpunkt der Meldung nicht bekannt und ist Gegenstand weiterer Ermittlungen. Das Haus ist einsturzgefährdet. Die Klärung der Brandursache gestaltete sich schwierig, weil die Ermittler nur mit äußerster Vorsicht am Unglücksort arbeiten konnten.

Eileen Bensch, Pressesprecherin FF Waren (Müritz)