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FEUERWEHR | RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN
Deutschlands große Feuerwehrzeitschrift
Nicht immer geht es bei Feuerwehreinsätzen um schwere Gebäudebrände oder Menschenrettung aus großen Höhen. Dass allerdings auch kleinere Rettungsaktionen spektakulär sein und zumindest bei den Betroffenen für große Aufregung sorgen können, zeigen zwei Beispiele von Kleinkindern, die sich beim Spielen mit Toilettensitzen in echte Zwangslagen brachten.

Am Mittwochabend, den 26. August 2026, kam es gegen 18.17 Uhr im Münchener Stadtteil Moosach in der Hanauer Straße zu einem Feuerwehreinsatz bei einer jungen Familie. Ein zweijähriges Mädchen steckte in einem Toilettensitz fest und musste durch die Feuerwehr befreit werden.
Das Kleinkind hatte sich beim Spielen mit dem Kopf in einen Kindertoilettensitz verirrt. Da Rettungsversuche seitens der Eltern mit Haushaltswerkzeug erfolglos geblieben waren, ging bei der Integrierten Leitstelle München der Notruf ein.
Die Besatzung des alarmierten Hilfeleistungslöschfahrzeugs (HLF) konnte vor Ort die Situation schnell erfassen und das Mädchen aus seiner misslichen Lage befreien. Die Einsatzkräfte durchtrennten den Toilettensitz mit dem Sägeblatt einer Metallsäge und entfernten ihn dann vorsichtig vom Kopf des Kindes. Die tapfere Zweijährige blieb dabei unverletzt und kam mit dem Schrecken davon.
Zu einem ähnlichen Einsatz mit ebenfalls glücklichem Ausgang war auch die Löscheinheit Schaephuysen der Freiwilligen Feuerwehr Rheurdt (NRW) am frühen Abend von Samstag, dem 2. Mai 2026, alarmiert worden. Im Ortsteil Saelhuysen hatte sich ein dreijähriges Mädchen einen Toilettensitz aus Kunststoff über den Kopf gestülpt. Auch hier hatten sich zunächst die Angehörigen erfolglos darum bemüht, das Kind zu befreien, und verständigten schließlich die Feuerwehr.

Die Einsatzkräfte gingen behutsam vor: Zunächst wurde das Kind mit einem Teddy und einem lockeren Gespräch beruhigt. Anschließend durchtrennten zwei Kameraden den Plastiksitz vorsichtig mit unterschiedlichen Handwerkzeugen. Zum Schutz wurden Gesicht und Hals des Mädchens dabei mit einer Decke abgedeckt. Nach wenigen Minuten konnte das Kind so aus seiner misslichen Lage befreit werden.

Nach einer abschließenden Untersuchung durch den ebenfalls alarmierten Rettungsdienst gab es Entwarnung für alle Beteiligten. Am Ende blieb sogar noch Zeit, das Einsatzfahrzeug zu besichtigen und ein gemeinsames Erinnerungsfoto zu schießen. Das Mädchen ist nun zwar um einen Toilettensitz ärmer, dafür aber um einen Feuerwehr-Teddy und eine aufregende Erinnerung reicher. Zehn Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst waren rund eine halbe Stunde im Einsatz.
plo/Feuerwehr München, Feuerwehr Gemeinde Rheurdt