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Eine aktuelle Untersuchung von GTÜ und ACE enthüllt: Nicht alle Warnwesten bieten die gleiche Sichtbarkeit. Ein umfassender Test offenbart, worauf Verbraucher/-innen beim Kauf achten sollten.

In Deutschland ist das Mitführen einer Warnweste in Fahrzeugen Pflicht. Ihre Hauptaufgabe: Bei Unfällen oder Pannen die Sichtbarkeit der Personen erhöhen. Die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung mbH) und der ACE (Auto Club Europa e. V.) haben 21 verschiedene Warnwesten, darunter auch drei Modelle für Kinder, auf ihre Sichtbarkeit geprüft.
Optisch ähneln sich die Westen stark: Alle sind neongelb mit reflektierenden Streifen. Doch die entscheidende Frage bleibt: Wie sichtbar sind sie unter realen Bedingungen im Scheinwerferlicht verschiedener Lichttypen?

Die Prüfung fand auf dem Flugplatz Poltringen (LK Tübingen, BW) statt, wo die Westen in verschiedenen Entfernungen und unter unterschiedlichen Beleuchtungsbedingungen, wie Halogen, LED und Laser, getestet wurden. Eine Weste, das preisgünstigste Modell von Triamisu, war bei Halogenlicht bereits nach 100 m kaum noch sichtbar.
Vier Westen stachen besonders hervor, darunter Produkte von Gauke und Stonekit sowie zwei Kinderwesten. Diese zeigten auch in einem zweiten Test unter Laborbedingungen eine hervorragende Reflexionskraft.
Interessant: Die Westen, die im Test am besten abschnitten, gehören nicht zu den teuersten Modellen. Ihre Preise liegen zwischen 2,37 und 4,95 Euro. Wichtig ist die Einhaltung der Prüfnorm DIN EN 20471, was bei der durchgefallenen Weste nicht der Fall war.
Die GTÜ empfiehlt, eine Warnweste pro Sitzplatz im Auto zu haben und rät zur Beachtung der DIN-Norm. Ein einfacher Handy-Schnelltest mit Blitzfunktion kann vor dem Kauf Aufschluss über die Reflexionskraft geben.
Diese Erkenntnisse zeigen deutlich, dass bei der Sicherheit im Straßenverkehr nicht am falschen Ende gespart werden sollte. Qualität und Sichtbarkeit der Warnwesten können im Ernstfall über Leben und Tod entscheiden.
Frank Reichert, GTÜ