Unsere Öffnungszeiten
Montag, Dienstag und Donnerstag
8.00 Uhr - 12.30 Uhr und 13.15 Uhr - 17.00 Uhr
Mittwoch
8.00 Uhr - 12.30 Uhr und 13.15 Uhr - 18.00 Uhr
Freitag
8.00 Uhr - 12.30 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag
8.00 Uhr - 12.30 Uhr und 13.15 Uhr - 17.00 Uhr
Mittwoch
8.00 Uhr - 12.30 Uhr und 13.15 Uhr - 18.00 Uhr
Freitag
8.00 Uhr - 12.30 Uhr
Mehr aktuelle Beiträge und Einsatzberichte finden Sie in:
FEUERWEHR | RETTEN – LÖSCHEN – BERGEN
Deutschlands große Feuerwehrzeitschrift

Die Interschutz 2026 hat auf ganzer Linie überzeugt. Mit rund 140.000 Besuchern aus 144 Ländern hat die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz vom 1.–6. Juni eine klare Botschaft gesendet und belegt damit: Sicherheit und Resilienz unserer Gesellschaft gehören zu den prägenden Themen der Gegenwart. Besonders das hohe internationale Besucherinteresse hat gezeigt, wie groß der Bedarf an Austausch, Innovation und globaler Zusammenarbeit ist.

Mit 1.772 Ausstellern aus 55 Ländern und rund 120.000 m² belegter Fläche hat die Messe ihre Position als international wichtigen Branchentreff bekräftigt.
Der Bevölkerungsschutz in Deutschland steht vor tiefgreifenden Veränderungen. Die Auswirkungen des Klimawandels, zunehmende Extremwetterereignisse, aktuelle Entwicklungen im Bevölkerungsschutz durch die veränderte geopolitische Sicherheitslage, rückläufige Helferzahlen sowie begrenzte finanzielle Ressourcen stellen auch Feuerwehren vor große Herausforderungen. Hiervon ist fast jede Kommune in Deutschland betroffen.
Aus diesem Grund sehen die Feuerwehrfachverbände die dringende Notwendigkeit für neue Impulse und Vorgehensweisen. Eine geplante Partnerschaft soll dazu beitragen, die Perspektive des Feuerwehrwesens noch wirksamer zu vertreten: Die Fachverbände des deutschen Feuerwehrwesens wollen ihre Zusammenarbeit auf eine neue Ebene heben und streben eine deutlich ausgebaute strategische Partnerschaft an. Der Startschuss dafür fiel auf der Interschutz 2026 mit der „Hannoveraner Erklärung“. Die Spitzen der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb), des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), der Arbeitsgemeinschaft der Leiterinnen und Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF) sowie des Verbandes der Werkfeuerwehren in Deutschland (WFVD) sind sich einig: Die Herausforderungen der Zukunft lassen sich nur durch eine enge Kooperation und abgestimmte Vorgehensweise bewältigen.
Ziel der angestrebten Kooperation ist eine Weiterentwicklung der Strukturen, die Optimierung von Ressourcen sowie ein regelmäßiger fachlicher und organisatorischer Austausch der Verbände untereinander. Im ersten Schritt soll eine Gesamtstrategie erarbeitet werden. Die Verbände sehen sich in der Verantwortung, sich frühzeitig aufzustellen, um die Sicherheit für die Menschen und die Gesellschaft in Deutschland auch in Zukunft verlässlich gewährleisten zu können.
„Durch die strategische Kooperation rücken wir noch enger zusammen, zum Wohle der Bevölkerung in Deutschland“, sagt DFV-Präsident Karl-Heinz Banse. „Die Hannoveraner Erklärung bietet hierfür nun die Grundlage.“ Er bilanzierte: „Die Interschutz 2026 hat eine große Dynamik in die Feuerwehrwelt gebracht – vor allem mit Blick in die Zukunft. Die Einsatzkräfte sind bereit, die Industrie stellt uns praxisgerechte Technik zur Verfügung. Die Feuerwehrwelt rückt zusammen und schaut mit Zuversicht auf die Herausforderungen: Das macht Mut angesichts der aktuellen Lage!“
Außerdem lobte der DFV-Präsident die internationale Ausrichtung der Messe, die sich auch in den Gremiensitzungen der European Firefighters‘ Association (EUFFAS) und des Weltfeuerwehrverbandes CTIF zeigte. „Wir haben richtungsweisende Beschlüsse gefasst“, berichtet Banse, der auch EUFFAS-Präsident ist.

Die Landesfeuerwehrverbände, die Deutsche Jugendfeuerwehr, der Weltfeuerwehrverband CTIF, der neue Verband der Feuerwehren der Europäischen Union, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, das Versandhaus des DFV, die Ferien- und Gästehäuser der Feuerwehren und das Deutsche Feuerwehr-Museum stellten sich und ihre Angebote am Gemeinschaftsstand des Deutschen Feuerwehrverbandes vor, der kontinuierlich einen hohen Zulauf erlebte.


Die Austeller der internationalen Blaulicht-Community haben die diesjährige Interschutz mit ihren Produkten und Lösungen nicht nur zu einem innovativen und technologischen Marktplatz gemacht, sondern vor allem zu einem strategischen Wendepunkt für Sicherheit.
Deutlicher als je zuvor sei diesmal die engere Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) sichtbar gewesen. So stieß der tägliche Auftritt von Oberst i. G. Armin Schaus, der als Abteilungsleiter im Operativen Führungskommando der Bundeswehr den „Operationsplan Deutschland“ vorstellte, auf viel Aufmerksamkeit. Dabei beschrieb er, warum es heute entscheidend auf die Resilienz von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft ankommt.
In neun Hallen und auf diversen Freigelände-Arealen wurden darüber hinaus zwei zukunftsweisende Megatrends erlebbar: fortschreitende Digitalisierung und flächendeckender Einzug Künstlicher Intelligenz (KI) in die Rettungsinfrastruktur. Ein Beispiel dafür gab die moderne Leitstellentechnik. Aussteller präsentierten hochintelligente Systeme, die in der Lage sind, Notrufe in Sekundenschnelle sprachübergreifend zu analysieren, kritische Lagebilder automatisiert zu erstellen und Einsatzkräfte präziser als je zuvor zu koordinieren. Ebenfalls dicht umlagert waren auch Robotik-Systeme, die Einsatzkräften die Arbeit leichter und sicherer machen. Zu den Fokusthemen gehörten ferner Nachhaltigkeit und die Auswirkungen des Klimawandels. Letzteres wurde mit der Premiere des Wildfire-Camps verdeutlicht. Dort ging es auch um Technologien und Lösungen, die Vegetations- und Waldbrände früh erkennen und damit vermeiden können oder im Einsatz dabei helfen, sie zu bekämpfen.

Ein dicht gedrängtes Rahmenprogramm aus Fachkonferenzen, Live-Demonstrationen und spannenden Rettungswettbewerben sowie Mitmach-Aktionen machte die Interschutz auch im Jahr 2026 zu einem emotionalen und fachlichen Highlight für Einsatzkräfte aus aller Welt.
Die Interschutz 2026 wurde von einem tragischen Vorfall begleitet. Im Rahmen der „FireFit Championships Europe“ verstarb ein Berufsfeuerwehrmann. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden, Kameradinnen und Kameraden sowie allen Angehörigen und Weggefährten. Die gesamte Feuerwehr-Gemeinschaft nimmt Anteil an diesem schweren Verlust.
Die nächste Interschutz findet vom 20.–25. Mai 2030 auf dem Messegelände in Hannover statt.
Die Interschutz in Hannover stand 2026 unter dem Motto „Safeguarding tomorrow“. Das Angebot der Interschutz umfasst sämtliche Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Feuerwehr, Vorbeugender Brandschutz, Rettungswesen, Bevölkerungsschutz, Kommunikations- und Leitstellentechnik sowie Schutzausrüstung.
Sämtliche Informationen rund um die Messe und zum Rahmenprogramm, z. B. der „After Show Bericht“, stehen weiterhin auf www.interschutz.de bereit und werden laufend aktualisiert.
Impressionen vom Gemeinschaftsstand des DFV unter:
https://www.feuerwehrverband.de/veranstaltungen/interschutz/
Silke Gathmann, Deutsche Messe AG
Silvia Oestreicher, Deutscher Feuerwehrverband e.V. (DFV)
Jan-Erik Hegemann, Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb)