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„Runter vom Gas“: Deutschland wählt die neuen Autobahnplakate

Harte Realität: Das schockierende Motiv eines Kindes im Leichensack dient der Abschreckung. (Bild: DVR/Scholz & Friends)
Harte Realität: Das schockierende Motiv eines Kindes im Leichensack dient der Abschreckung. (Bild: DVR/Scholz & Friends)

Die Bevölkerung kann online darüber abstimmen, welche Motive künftig auf bis zu 700 Plakatflächen entlang deutscher Autobahnen zu sehen sein werden. Die Motive sind Teil der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) und des Deutschen Verkehrssicherheitsrats (DVR). Die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen sowie ihr Spitzenverband, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), unterstützen die Plakataktion. Erstmals wird die Öffentlichkeit bei der Entwicklung der neuen Autobahnplakate mit einbezogen.

Eigene Erfahrungen einbringen

„Mit der Abstimmung geben wir den Menschen die Möglichkeit, sich aktiv an der Kampagne zu beteiligen und ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven einzubringen“, sagt Manfred Wirsch, Präsident des DVR. „Gleichzeitig wollen wir sie dazu anregen, innezuhalten und das eigene Verhalten im Straßenverkehr bewusster zu hinterfragen.“

„Verkehrssicherheit ist nicht nur eine Aufgabe von Institutionen, sondern ein gemeinsamer gesellschaftlicher Prozess“, ergänzt Dr. Stephan Fasshauer, Hauptgeschäftsführer der DGUV. „Durch die Beteiligung fließen persönliche Erfahrungen direkt von der Straße in die Kampagnenarbeit ein und machen unsere Prävention noch praxisnäher.“

Jetzt online abstimmen

Im November 2025 startete die erste Phase der Bürgerbeteiligung. Dabei wurde erfasst, welche der häufigsten Unfallursachen auf Autobahnen die Teilnehmenden am meisten beschäftigen. 32 % nannten mangelnden Sicherheitsabstand als größte Gefahr, gefolgt von nicht angepasster Geschwindigkeit (29 %), Ablenkung am Steuer (26 %) und Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss (11 %).

Klare Botschaft: Eine weitere Motivserie, die zur Wahl steht, zeigt themenbezogene Kinderzeichnungen. (Bild: DVR/Scholz & Friends)
Klare Botschaft: Eine weitere Motivserie, die zur Wahl steht, zeigt themenbezogene Kinderzeichnungen. (Bild: DVR/Scholz & Friends)

Zudem konnten Teilnehmende persönliche Botschaften an andere Verkehrsteilnehmende einreichen. Diese Beiträge bildeten die kreative Grundlage für die drei von der Agentur Scholz & Friends entwickelten Plakatserien zu den Themen „Kinderzeichnungen“, „Totenillustrationen“ und „Leichensäcke“.

Totenillustrationen“: Mit diesem unzweideutigen Begriff wird die dritte Motivserie bezeichnet. (Bild: DVR/Scholz & Friends)
Totenillustrationen“: Mit diesem unzweideutigen Begriff wird die dritte Motivserie bezeichnet. (Bild: DVR/Scholz & Friends)

Christoph Rieger, Pressesprecher DVR

Weiterführende Informationen zu „Runter vom Gas“:

www.runtervomgas.de/

Plakatserien und Online-Abstimmung (bis 20. Juni 2026) abrufbar unter:

www.runtervomgas.de/autobahnplakate2026/

Zur Kampagne „Runter vom Gas“

Initiatoren der Verkehrssicherheitskampagne „Runter vom Gas“ sind das Bundesministerium für Verkehr und der Deutsche Verkehrssicherheitsrat. Mit klaren Botschaften sensibilisiert „Runter vom Gas“ seit 2008 für die Risiken im Straßenverkehr sowie die vielfältigen Unfallursachen – und trägt dadurch zu mehr Sicherheit auf Deutschlands Straßen bei. Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ist Kooperationspartner der Plakataktion.

Über den Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR)

Der DVR ist Deutschlands unabhängiger Vorreiter und Kompetenzträger in allen Belangen der Straßenverkehrssicherheit. Mit dem Ziel der Vision Zero („Alle kommen an. Niemand kommt um.“) setzt er sich für die gemeinsame Verantwortung aller Gesellschaftsgruppen ein, um den Straßenverkehr sicher zu machen. Durch die hohe Sachkenntnis und die Erfahrung seiner Mitglieder bildet der DVR ein effizientes Netzwerk für Verkehrssicherheit.